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Sporttrends

Wenn Sport auf die Potenz geht

20.07.2005
Hochmotiviert durch den Rennzirkus der Tour de France schwingen sich derzeit wieder unzählige Freizeitradler auf das stählerne Ross. Was eigentlich der Gesundheit gut tut, kann aber bei intensivem Training auf die Potenz schlagen. Das fanden Experten der Universität von Tel Aviv in einer Studie (Leibovitch, I., Mor, Y., The Vicious Cycling: Bicycling Related Urogenital Disorders, European Urology, 47, 277-287, 2005) heraus. Meist reicht ein Sattelwechsel, um die Probleme zu beheben. Falls nicht, können die Erektionsstörungen in 95 % der Fälle mit modernen Medikamenten erfolgreich behoben werden.

Viele Radsportler kennen es aus eigener Erfahrung: Nach längeren Touren können im Genitalbereich Taubheitsgefühle auftreten. Grund dafür ist eine schlechte Blutversorgung des Penis, die durch den Sattel ausgelöst wird. Wie die Studiengruppe um Ilan Leibovitch feststellte, haben zwischen 13 und 24 Prozent der männlichen Radfahrer, die mehr als 400 km in der Woche fahren, Erektionsstörungen. Durch die Sitzposition, die oft über Stunden eingenommen wird, lastet ein hoher Druck auf den Blutgefäßen. Die Folge ist eine Untervorsorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen im Penisgewebe. Dies kann zu Erektionsstörungen führen. Oft hilft ein ergonomisch geformter Sattel, das Problem zu beheben.

Wenn die Erektionsstörungen auch nach einem Sattelwechsel anhalten, sollte ein Arzt, z. B. eine Urologe, aufgesucht werden. Er kennt sich gut mit Erektionsstörungen aus und kann die möglichen Ursachen dafür klären. Je früher das Problem angepackt wird, desto geringer ist das Risiko, dass aus gelegentlichen Erektionsstörungen ein dauerhaftes Problem wird.

Inzwischen gibt es gut verträgliche Tabletten, die in den meisten Fällen erfolgreich bei Erektionsstörungen helfen. Diese so genannten PDE-5-Hemmern (Phosphodiesterase-5-Hemmer) bewirken, dass der Bluteinfluss in die Schwellkörper des Penis gefördert wird und so eine Erektion entstehen bzw. gehalten werden kann. In Deutschland sind kurzwirksamere und ein länger wirksamerer PDE-5-Hemmer für die Therapie von Erektionsstörungen erhältlich. PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtig.

Weitere Informationen zum Thema Erektionsstörungen finden Interessierte unter www.ed-magazin.de.

Quelle: Lilly Deutschland GmbH


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