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Sporttrends

Trendsportarten: Nur cool oder auch gesund?

14.03.2006
Walking, Tae-Bo, Kitesurfen − immer neue Sportarten füllen die Terminkalender der Fitnessfans. Doch was ist dran an dem hippen Training? Was bringen die neuen Disziplinen für Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit? Kurz gefragt: Sind die coolen Trends auch tatsächlich gesund?

Beispiel „Hot Iron“: Das Langhantel-Training aus Neuseeland zieht auch hierzulande immer mehr Interessierte in die Studios − vor allem Frauen: Trainiert wird in der Gruppe zu kräftigen Beats und mit unterschiedlichen Gewichten an einer leichten Stange aus Kunststoff. „Wer regelmäßig mitmacht, kräftigt seine gesamte Körpermuskulatur“, weiß DAK Sportwissenschaftler Uwe Dresel. „In punkto Ausdauer und damit für die Gesundheit bringen andere Sportarten aber mehr.“

Streetball: Coole Shirts und gezielte Würfe − das ist Street(basket)ball. Beide Mannschaften spielen auf einen Korb. Toleranz gegenüber anderen Nationen und Hautfarben ist dabei Ehrensache. „Alles was die Spieler mitbringen müssen, sind Spaß an der Bewegung und Teamgeist. Das Spiel ist etwas für alle die Spaß an Technik, Taktik und schnellen Bewegungen haben. Die Kondition entwickelt sich automatisch beim Training“, so Sportwissenschaftler Dresel.

Nordic-Walking ist keinesfalls nur etwas für Menschen über Fünfzig. Auch Jüngere entdecken das schnelle Gehen mit den Stöcken. „Walking ist eine gute Alternative zum Joggen. Die Belastung wird auf den gesamten Körper verteilt – das schont die Gelenke und ist gut für Einsteiger“, erklärt Dresel. Kaum eine andere Sportart lässt sich so schnell erlernen. Und durch die Bewegung werden Stresshormone abgebaut. Man fühlt sich hinterher angenehm entspannt.

Fitness aus Fernost: Asia-Workouts gibt es in unterschiedlichen Varianten. Ideal um Stress abzubauen und die Ausdauer zu verbessern ist Tae-Bo, eine Kombination aus Taekwondo, Kickboxen und Aerobic. „Yoga ist ruhiger, aber nicht unbedingt weniger anstrengend“, betont der DAK- Sportexperte. Während Dehnübungen Gelenke und Wirbelsäule mobilisieren, werden ganz nebenbei die Muskeln gekräftigt.
Und: Yoga ist MEGA-in − spätestens seit Eva Longoria in der TV-Serie „Desperate Housewives“ regelmäßig Asanas (Übungen) vorführt.

MTV Moves: Was die Stars bei MTV können, lässt sich jetzt auch im heimischen Fitness-Studio trainieren. Schwingende Hüften und schnelle Schrittkombinationen − beim so genannten Video-Clip-Dancing geht es durchaus sportlich zu. „Tanzen schult Körperhaltung und Beweglichkeit“, erläutert Uwe Dresel. Eine Extraportion Energie und Madonna-Feeling gibt es gratis dazu.

Klettern: Egal ob Freeclimbing, Indoor- oder Eisklettern: Koordination und Muskelkraft werden bei jeder Variante geschult. Wichtig: sichere Ausrüstung und die richtigen Schuhe. Geklettert wird zu zweit oder in der Gruppe. „Eine qualifizierte Anleitung und gutes Material sind das A und O“, empfiehlt DAK-Experte Dresel. Einsteiger sollten zuerst unter Aufsicht die Kletterwand in einer Sportschule erklimmen.

Kitesurfen: Dieser Mix aus Wellenreiten und Windsurfen ist ideal für Wassernixen und Seebären. „Wer Sport am Wasser liebt und das Meer vor der Haustür hat, kann hier insbesondere Koordination und Reaktionsvermögen schulen“, erläutert DAK-Sportwissenschaftler Dresel. Vorteil: Kiten ist im Gegensatz zum normalen Surfen auch bei wenig Wind möglich.

Trendsetter um jeden Preis? Wer’s lieber klassisch mag: Ganz normaler Vereins- oder Mannschaftssport liefert ein Rundum-Training für den gesamten Körper: Muskeln kräftigen, Stress abbauen, Beweglichkeit schulen – „Wer seine Gesundheit stabilisieren will, ist nicht auf die neuesten Trends angewiesen. Konventionelle Sportarten sind genauso effektiv“, so Sportwissenschaftler Dresel. Weiterer Pluspunkt: Hier kann man schnell Kontakte knüpfen.



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