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Raus aus dem Winterschlaf!14.03.2007
Der Frühling ist da. Die ersten Sonnenstrahlen wecken die meisten Menschen aus ihrer Winterruhe. Gut so – schließlich beugt Bewegung Rückenschmerzen nicht nur vor, sondern kann bestehende Leiden am sensiblen Kreuz beseitigen. Doch auch in dem viel zitierten Satz „Übermut tut selten gut“ steckt ein bisschen Wahrheit. Deshalb raten Rückenspezialisten verschiedene Regeln zu beachten, sonst erreichen Übereifrige schnell das Gegenteil: einen schmerzenden Rücken. Frühlings-Vitalität für die Gesundheit nutzen Erste Sonnenstrahlen und laue Lüftchen wecken Agilität und Spontaneität. „Ich empfehle, diesen Elan zu nutzen und sich zu bewegen, denn speziell für den Rücken ist jede Aktivität besser als Rumlümmeln auf dem Sofa“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der gleichnamigen Praxisklinik in München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga e.V. Doch nicht nur regelmäßig ausgeübte Sportarten wirken sich positiv auf Bandscheiben & Co. aus. Schon ein längerer Spaziergang lindert leichte Schmerzen. Auch Fahrradfahren und kleine gymnastische Übungen zwischendurch halten die Wirbelsäule gesund. Menschen, die sich nach jahrelanger Pause wieder regelmäßig sportlich betätigen wollen, empfiehlt Dr. Schneiderhan vorab eine gesundheitliche Kontrolle beim Arzt, der auch Tipps für passende Sportarten gibt. Freizeitsportler: Nur langsam zur Hochform Hobbysportler, die den Winter über pausiert haben, fangen am besten frühzeitig an, sich mit Übungen fit zu halten. Stehen milde Temperaturen allerdings schon vor der Tür, sollten Aktive nicht „auf Teufel komm raus“ nachholen, was sie in den letzten Wochen versäumt haben. Am Anfang bietet es sich an, nach und nach wieder in sportliche Aktivitäten einzusteigen. „So werden die sensiblen Bestandteile unseres Rückgrates geschützt“, so Wirbelsäulenspezialist Dr. Schneiderhan. Jogger beispielsweise sollten zum Frühjahrsbeginn nicht gleich 90 Minuten in rasantem Tempo laufen – auch wenn die Kondition das zulässt. Lieber einmal häufiger eine kurze Runde drehen und das Pensum kontinuierlich steigern. Da auch falsche Haltung bei verschiedenen Sportarten oft zu Rückenschmerzen führt, bietet es sich an, zu Beginn der neuen Saison Haltungsfehler auszumerzen. Wen es in der letzten Saison ab und an im Kreuz gezwickt hat, der sollte durch professionelle Beratung überprüfen, ob er seine Sportart auch richtig ausübt. „Freizeitsportlern rate ich zusätzlich, immer ihre individuellen Belastungsgrenzen im Auge zu behalten und nicht übertriebenen Ansprüchen zu folgen, um Überlastungsschäden zu vermeiden“, betont Dr. Schneiderhan. Ratgeber für rückenfreundlichen Sport 1. Wirbelsäule gerade halten, hier bieten sich Joggen, Inlineskating oder Schwimmen an. 2. Sportarten mit vielen Stopp- und Drehbewegungen nur dosiert ausüben, sonst auch Ausgleichssport betreiben. Vorsicht bei: Tennis, Squash und Basketball. 3. Trainingsintensität nach und nach steigern. Auch richtiges Aufwärmen durch Dehnungsübungen beugt Verletzungen vor. 4. Bandscheiben mögen abwechslungsreiche Aktivitäten: Sportarten wie Fußball, die zwischen Stehen, Laufen und Gehen variieren, schonen das Kreuz. 5. Sport nicht übertreiben. Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
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