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Vier Millionen Deutsche sammeln Steine

04.03.2008
Jeder, der schon einmal mit Harnsteinen zu tun hatte, weiß, wie schmerzhaft und unangenehm die Beschwerden sein können. Fast vier Millionen Deutsche leiden im Laufe ihres Lebens einmal unter Harnsteinen. Besonders belastend ist dies für Patienten mit einem wiederkehrenden Harnsteinleiden. Diese machen immerhin 50 bis 80 Prozent der Erkrankungen aus. Die Betroffenen benötigen eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und müssen oft ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen. Je nach Art des Steines kann eine spezielle Diät sinnvoll sein. Auch die Trinkmenge spielt bei der Vorbeugung eine entscheidende Rolle. Hier kann es hilfreich sein, auf ein hydrogencarbonathaltiges Heilwasser zurückzugreifen.

Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover führten eine Untersuchung mit 34 Teilnehmern durch, die bereits mindestens zweimal Calcium-Oxalat-Harnsteine (häufigste Form der Harnsteine) hatten. Die Hälfte der Gruppe erhielt ein Heilwasser mit hohem Gehalt an Hydrogencarbonat (2673 mg/l) und Magnesium (175 mg/l), während die andere Hälfte ein nur leicht mineralisiertes Heilwasser bekam.

Nach drei Tagen waren bei der Gruppe, die hydrogencarbonathaltiges Heilwasser trank, die pH-Werte des Urins deutlich angestiegen. Das bedeutet, das Risiko für die Bildung von Calcium-Oxalat-Harnsteinen nahm im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich ab.

Insgesamt kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass hydrogencarbonathaltiges Heilwasser das Risiko von wiederkehrenden Calcium-Oxalat-Harnsteinen senken kann. Verbunden mit einer gesunden Lebensweise und der richtigen Ernährung kann so jeder Einzelne etwas zur Vorbeugung von Harnsteinen tun.

Harnsteine - Häufige Ursachen
Entzündungen oder Abflussbehinderungen der ableitenden Harnwege
Zu geringe Flüssigkeitszufuhr
Störungen des Calciumstoffwechsels
Störungen des Harnsäurestoffwechsels (Gicht)
Falsche Ernährung

Symptome
Koliken: plötzliche, heftige Schmerzen in der Flankengegend. Ausstrahlung der Schmerzen in den Unterbauch, Leiste, Hoden bis in die Geschlechtsorgane möglich. Auch leichte Bauch- und Rückenschmerzen können vorkommen.

Blässe, kalter Schweiß, Blutdruckabfall
Harnstau: es kann kein Wasser gelassen werden
starker, häufiger Harndrang, oft verbunden mit Brennen beim Wasserlassen
Entzündungszeichen: Fieber, Schweißausbrüche, Herzrasen
Blut im Urin

Was man tun kann
Bei den ersten Anzeichen von Harnsteinen/deren Symptomen zum Arzt gehen.
Ganz wichtig: Viel trinken! Dies gilt sowohl zur Vorbeugung, als auch bei bereits bestehenden Problemen, damit Nierengrieß oder Steine sich nicht ablagern, sondern eventuell ausgespült werden.
Wer schon einmal Steine hatte, sollte mit dem Arzt über deren Zusammensetzung sprechen und klären, ob eine speziell abgestimmte Diät sinnvoll ist.



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