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Nicht nur Kälte verursacht Schmerzen04.12.2007
Bei kaltem und nassem Wetter klagen viele Menschen über Rückenbeschwerden. Zwar lindern Wärmflaschen, Decken oder Wärmepflaster die Schmerzen, doch nicht immer gilt Kälte als Ursache. „Vielmehr sorgen ungemütliches Wetter und kurze Tage dafür, dass wir uns weniger bewegen“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga und Orthopäde aus München. Gewöhnlich laden im Winter Fernsehgerät und kuscheliges Sofa oder Bett dazu ein, sich drinnen vor der Kälte zu verkriechen. Selbst für kurze Wegstrecken fahren nun viele mit dem Auto. Daraus resultieren akuter Bewegungsmangel und damit verbundene Rückenschmerzen.Aktiv durch den Winter Deshalb rät der Wirbelsäulenspezialist auch im Winter zu ausreichender Bewegung. „Mit der richtigen Kleidung und festem Schuhwerk macht ein ausgedehnter Winterspaziergang sehr viel Spaß“, weiß Dr. Schneiderhan. Auch rückenschonende Sportarten wie Walking, Nordic-Walking oder Skilanglauf bieten sich in dieser Jahreszeit geradezu an. Im Alltag genügen bereits kleine Verhaltensänderungen. Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß – für kurze Strecken empfiehlt es sich, das Auto einfach mal stehen zu lassen. In Gebäuden besser die Treppe als den Fahrstuhl benutzen. Natürlich gibt es immer wieder Wetterphasen, in denen niemand gern vor die Tür geht. Neben Rückenübungen, die sich dann einfach und schnell im heimischen Wohnzimmer durchführen lassen, bieten sich wetterunabhängige Sportarten an. So stärkt zum Beispiel regelmäßiges Schwimmen die Rückenmuskulatur. Dabei sorgt das Wasser für eine optimale Gewichtsentlastung. Oft lohnt sich auch ein Blick in die Angebote von örtlichen Sportvereinen. Um den inneren Schweinhund zu überwinden, hilft es gewöhnlich, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammenzutun. Sanfte Bewegung lindert Schmerzen Auch bei bereits vorhandenen Rückenbeschwerden empfiehlt sich schonende Bewegung. Be- und Entlastungen verursachen eine Pumpbewegung, wodurch sich die Bandscheiben wie Schwämme mit Wasser und Nährstoffen vollsaugen. „Speziell in der Wirbelsäule führt Schonung zudem schnell zu Fehlhaltungen und einem Abbau der stabilisierenden Muskeln“, erklärt Dr. Schneiderhan, „Belastungen wirken so direkt auf die Wirbel und Bandscheiben.“ Sobald die Schmerzen jedoch länger als zwei Tage andauern, gilt es, sofort einen Arzt aufzusuchen, um Ursachen und weiteres Vorgehen zu bestimmen. Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.
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