Themenguide.de
Themenguide.de
Interaktiv
GelbeSeiten

News & Trends

Medizin aus dem Kräutergarten

02.09.2008
Schnupfen, Schlafstörungen, Magenschmerzen? Zwei von drei Deutschen kurieren leichtere Beschwerden am liebsten mit Hilfe von pflanzlichen Medikamenten aus. Denn ihrer Ansicht nach wirken die natürlichen Mittel nicht minder gut, jedoch viel sanfter als die schulmedizinische Variante. Harmlos sind die soften Alternativen deshalb allerdings noch lange nicht. Im Gegenteil: In entsprechender Dosierung sind sie überaus wirksam – inklusive Risiken und Nebenwirkungen.

Therapie mit Power-Pflanzen
Rund 35.000 Pflanzenarten werden mittlerweile für medizinische Zwecke genutzt. Diese so genannten Phytopharmaka helfen nicht nur bei leichten Erkrankungen, sondern werden häufig auch ergänzend zur klassischen Therapie bei schweren Krankheiten eingesetzt. Beispielsweise Weißdorn, ein gängiger Wirkstoff gegen Herzinsuffizienz: Laut amerikanischen Studien ging es herzkranken Patienten deutlich besser, nachdem sie zusätzlich zur klassischen medikamentösen Behandlung einen Weißdorn-Extrakt erhielten.

Auch Johanniskraut gehört zu den bekannten Heilpflanzen. Hauptwirkstoff ist das so genannte Hyperforin. In hoher Dosierung hilft die Pflanze nicht nur gegen Depressionen, sondern schützt nach jüngsten Erkenntnissen womöglich auch vor bestimmten Krebsarten. Allerdings ist hierfür ein konzentrierter Extrakt aus der Apotheke nötig. Tees und Dragees, die günstig in Supermärkten oder Drogerien erhältlich sind, enthalten dagegen nur wenige Milligramm des Wirkstoffs.

„Entgegen der gängigen Meinung sind natürliche Arzneien nicht automatisch ungefährlich“, erläutert DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Genau wie alle anderen Medikamente kann auch die vermeintlich sanfte Medizin allergische Reaktionen oder toxische Effekte auslösen.“ Hinzu kommen mögliche Wechselwirkungen. So ist Johanniskraut zwar prinzipiell gut verträglich, verstärkt aber die Lichtempfindlichkeit der Haut. Wer die Präparate regelmäßig nimmt, sollte daher nicht ungeschützt in die Sonne gehen.

Auf die Dosierung kommt es an
Im Gegensatz zu schulmedizinischen Arzneimitteln, die häufig nur aus wenigen oder sogar nur einem Wirkstoff bestehen, setzen sich Extrakte von Heilpflanzen aus unterschiedlichen Einzelsubstanzen zusammen. Die Inhaltsstoffe schwanken außerdem je nach Ernte- und Herstellungsverfahren. Entsprechend unterschiedlich sind ihre Stärke und Wirkungsweise. „Generell enthält Naturmedizin aus dem Discounter niedrigere Wirkstoffmengen. Sie dient deshalb auch eher der Behandlung von ‚Befindlichkeitsstörungen’“, erläutert die DAK-Ärztin. „Präparate aus der Apotheke sind fast immer deutlich höher konzentriert. Hier erhält man deshalb auch eine ausführliche Beratung über die richtige Dosierung und mögliche Nebenwirkungen.“

Vorsicht Überdosis!
Kava-Kava Angst- und Unruhezustände, 2002 vom Markt genommen. Patienten litten unter Leberschädigungen, vier Todesfälle
Belladonna Krampflösendes Mittel gegen Keuchhusten, bei Überdosis tödlich (Tollkirsche) Asthma, Koliken und Epilepsie
Bierhefe Akne, Ekzeme, Flechten, Pusteln, Hautpilzen, migräneartige Anfälle juckende Ausschläge
Wacholder Verdauungsbeschwerden, rheumatische Erkrankungen, längere Anwendung kann zu Nierenschäden führen.



zum Seitenanfang

Sitemap Unterhaltung:
| | |





© 2012 Themenguide.de - Wellness, Kosmetik, Gesundheit
Veranstaltungen
Veranstaltung / Ort

Body Mass Index (kg/m²)
Testen Sie ihren BMI
Gewicht Körpergröße
Ausrechnen
Ihr BMI - Wert: --
Werte löschen
Alter BMI
19 - 24 19 - 25
25 - 34 20 - 25
35 - 44 21 - 26
45 - 55 22 - 27
55 - 64 23 - 28
über 64 24 - 29