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Kostenfreie Vorsorge gegen Parodontitis nutzen

17.01.2007
Zahnfleisch entzündet sich schleichend und bleibt auch in diesem Zustand lange schmerzfrei. Aufgrund eines derartigen Krankheitsverlaufs gilt es, den ersten guten Vorsatz für das Jahr 2007 schnell umzusetzen - die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt. Ein Plus: Die Krankenkasse übernimmt einmal alle zwei Kalenderjahre die Kosten für den so genannten Parodontalen Screening-Index (PSI).
Auch die Praxisgebühr wird hierfür nicht fällig. Zudem ist der Test ohne Aufwand und völlig schmerzfrei. Für ältere Menschen ist das besonders wichtig, da eine Parodontitis das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigert oder Magen-Darmstörungen verursachten kann.

Auch Gene tragen Verantwortung

In einigen Familien tritt die Parodontitis gehäuft auf. Wer nun sogleich an Infektionen denkt, die sich bei Menschen, die in engem Kontakt zueinander stehen, liegt nicht immer richtig. So sind bestimmte Patienten genetisch mit einem höheren Risiko behaftet, an Parodontitis zu erkranken.

Der Zahnarzt kontrolliert mit der Sonde die Tiefe der so genannten Zahnfleischtaschen. Das sind die nicht sichtbaren Räume zwischen dem Zahnfleisch und den Zähnen. „Zwar wirkt Darstellungen des Einsatzes der Sonden auf den ersten Blick etwas unangenehm, aber der Test ist selbst bei einer Entzündung schmerzarm“, kommentiert proDente-Experte Dr. Dietmar Oesterreich die Untersuchung. Gleichzeitig werden vorhandene Blutungen registriert und das Vorhandensein von Zahnstein sowie überhängende Füllungen und Kronen vom Zahnmediziner beurteilt. Ebenso werden vorhandene Lockerungen, freiliegende Zahnhälse und Wurzelzwischenräume erfasst.

Erkrankung genau definiert

Ergebnis dieser Untersuchung ist die genaue Einstufung der Zahngesundheit des Patienten. Mit Hilfe eines Index werden fünf Schweregrade (von 0-4) unterschieden. Anhand Einordnung wird die Therapie durchgeführt.

Schweregrad und Behandlungsmaßnahmen

Grad 0: Zahnfleisch und Parodont sind gesund, es ist keine weitere Therapie nötig.
Grad I: Das Zahnfleisch ist entzündet. Es sollte eine gründliche Zahnreinigung erfolgen. Zudem sollte der Patient genau über die häusliche Zahnpflege informiert werden.
Grad II: Das Zahnfleisch ist entzündet und es gibt Zahnstein oder überhängende Füllungen und Kronen. Nach professioneller Zahnreinigung und Informationen über bessere Mundhygiene werden Füllungen und Kronen nachgearbeitet oder erneuert.
Grad III: Es liegt eine leichte Parodontitis vor. Zudem können auch die oben genannten Befunde vorhanden sein. Neben den unter I und II genannten Behandlungsmaßnahmen sollte eine systematische Parodontitistherapie durchgeführt werden.
Grad IV: Es liegt eine schwere Parodontitis vor. Zudem können auch die oben genannten Befunde vorhanden sein. Neben den unter I und II aufgeführten Maßnahmen sollte eine systematische Parodontitistherapie u.U. mit weiteren chirurgischen Maßnahmen dringend durchgeführt werden.



prodente


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