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IgG-Test hilft bei Erkennung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten08.03.2007
Ein spezifischer Antikörper-Test könnte
gezielte Abhilfe für die vielfältigen und unangenehmen Beschwerden bei
Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) schaffen. Ein kleiner Stich in
den Finger genügt, um in kurzer Zeit exakte Ergebnisse zu erhalten, die
auf eine NMU schließen lassen, berichtet heute die
Ernährungswissenschaftlerin Judith Männich von der Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. aus Aachen.Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen leidet jeder fünfte Mitteleuropäer unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit. Die Diagnose einer NMU war lange Zeit sehr schwierig und zeitaufwendig, da die Mechanismen noch nicht eindeutig geklärt sind. Die Ausselektierung der jeweiligen Lebensmittel erfolgte mit Hilfe von Suchdiäten, die sich oft über einen langen Zeitraum erstreckten. Für die Betroffenen bedeutetet das massive Einschränkungen in ihrem Alltag. Weiterhin erschwert die Vielfalt der Beschwerden die Erkennung. Die Symptome betreffen meist den Magen-Darm-Trakt, es zeigen sich jedoch auch häufig Reaktionen an der Haut, den Atemwegen sowie neurologische Beschwerden und generelle Befindlichkeitsstörungen. Abhilfe verspricht nun ein spezifischer Antikörper-Test. Dieser ermöglicht mit einem einzigen Tropfen Blut aus dem Finger eine sehr schnelle und exakte Analyse der jeweiligen Unverträglichkeit. Grundlage des Testverfahrens ist eine Bestimmung des vom Immunsystem gebildeten Antikörpers IgG. Ebenso Gesunde bilden diesen Antikörper. Das Verfahren filtert jedoch nur die klinisch relevanten Parameter heraus und gewährleistet somit in einem weiteren Schritt eine schnelle und präzise Auswertung. Die Effektivität dieses Verfahrens bestätigen zahlreiche Studien. Mit Hilfe des Tests lassen sich in Zukunft vor allem unspezifische Beschwerden nach der Nahrungsaufnahme besser einordnen und gezielt behandeln. Die Lebensqualität sowie der Gesundheitszustand der Betroffenen lässt sich dadurch gezielt verbessern. Menschen die an einer NMU leiden verweigern häufig lebenswichtige Nahrungsmittel aus Angst vor den möglichen Symptomen. Häufig entwickelt sich daraus eine Mangelernährung und eine damit verbundene Einschränkung der Lebensqualität. Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
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