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„Den Rücken neu entdecken“

12.02.2008
Mehr als 1.500 Aktionspartner in ganz Deutschland unterstützen am 15. März 2008 den 7. Tag der Rückengesundheit. Unter dem Motto „Den Rücken neu entdecken“ ruft das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) die Bevölkerung auf, die eigenen Möglichkeiten zu erkennen, um seinen Rücken gesund zu erhalten. Die Partner des Gesundheitstages – Apotheken, Ärzte, Gesundheitsämter, Krankengymnasten, Rückenschulen, Vereine und Betriebe – helfen dabei mit gezielter Beratung und vielfältigen Aktionen zum Mitmachen. „Jetzt gilt es, selbst aktiv zu werden, statt die Verantwortung für den eigenen Rücken an einen Therapeuten abzugeben“, sagt Dr. Dietmar Krause, Leiter der Sektion Schmerz im DGK. Der häufigste Grund für Rückenschmerzen sind Muskelverspannungen. Deren Ursachen sind Fehlhaltungen und einseitige Belastungen. „Während einige Muskeln überfordert werden, liegen andere brach. Die Muskeln verkürzen und verhärten sich, die Muskelkraft nimmt als Folge davon ab“, so Krause. Dagegen könne man selbst viel tun.

Die neue Rückenschule

Muskelentspannende Mittel können helfen
„Bei akuten Beschwerden ist es unter Umständen sinnvoll, neben einem Schmerzmittel auch ein muskelentspannendes Mittel anzuwenden“, sagt Dr. Martin Gessler, Neurologe und Schmerztherapeut in München. Das sei der erste Schritt, möglichen chronischen Beschwerden entgegenzuwirken. Bei der Wahl eines muskelentspannenden Mittels sollten Betroffene darauf achten, dass dieses gut verträglich ist, nicht müde macht und kein Suchtpotenzial hat, rät der Schmerzexperte. Die häufig verordneten Benzodiazepine sollten aus diesem Grund nicht zum Einsatz kommen. Besser geeignet sei zum Beispiel der Wirkstoff Methocarbamol. Diese Substanz hemme schon im Rückenmark gezielt die Weiterleitung der Schmerzimpulse und mache nicht müde. Gleichzeitig werden Leistungsvermögen und Allgemeinbefinden nicht beeinflusst.

Heilsamen Strom nutzen
Bei Rückenschmerzen helfen auch Methoden der Elektrotherapie wie die Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation (TENS). Die TENS-Therapie wirkt durchblutungsfördernd, entspannt die Muskeln und lindert so die Beschwerden. Das Prinzip dieser Therapie heißt „Gegenirritation“: Dem eigentlichen Schmerzreiz wird mit Hilfe eines lokalen Berührungs- oder Vibrationsreizes – hier dem elektrischen Impuls – ein anderer Reiz entgegengesetzt, sodass der Schmerz nicht mehr vollständig weitergeleitet und so verringert wird. In schweren Fällen ist es auch möglich, diese Nervenstimulation mit einem implantierten Schmerzschrittmacher durchzuführen. Damit kann der Bedarf an Schmerzmitteln bei chronischen Beschwerden verringert werden.

Gemeinsam gegen Rückenschmerzen
Während des bundesweiten Gesundheitstages am Samstag, 15. März 2008, können sich Interessierte vor Ort bei den teilnehmenden Partnern über weitere Möglichkeiten der Vorbeugung von Rückenschmerzen ausführlich informieren.

Welche Partner mitmachen, erfahren Sie unter www.forum-schmerz.de oder unter Tel. 0 64 21/29 31 25.

Weitere Informationen unter: www.forum-schmerz.de



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