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Alexander-Technik: Ungesunde Bewegungsabläufe ändern

21.02.2007
Eine falsche Haltung oder ein schiefer Gang können schnell zu Beschwerden führen. Wer Schmerzen ohne Medikamente in den Griff bekommen möchte, kann durch die Alexander-Technik Bewegungsabläufe entdecken, die zu einem neuen Körpergefühl führen.

Die Methode, die in Rehakliniken, Sportstudios sowie von Therapeuten angeboten wird, setzt auf Veränderung durch bewusste Eigenwahrnehmung. „In die tägliche Bewegung schleichen sich viele Automatismen ein - und nicht alle sind gesund“, sagt Sabine Scholz, Alexander-Technik-Lehrerin aus München. So neigen viele Menschen dazu, beim Sitzen den Kopf in den Nacken zu legen oder beim Gehen nicht mehr richtig abzurollen. „Bei der Alexander-Technik geht es darum, diese Probleme und Fehlhaltungen zu erkennen, sie sich bewusst zu machen und dann die Automatismen aufzubrechen.“ Dabei soll sich die Alexander-Technik von Methoden wie der Rückenschule oder der Krankengymnastik unterscheiden. „Es geht nicht darum, eine richtige Bewegung als großes Ziel zu zeigen, die dann jeder nachmachen soll. Bei der Alexander-Technik steht im Mittelpunkt, ganz langsam und Schritt für Schritt den konkreten Weg zur richtigen Haltung zu vermitteln.“

Dieser Weg führt in erster Linie über eine bewusste Körperwahrnehmung. Dazu wird genau erklärt, welche Teile des Körpers für welche Bewegung ineinander greifen. „Die Klienten sollen dies verinnerlichen und sich damit auseinandersetzen“, unterstreicht Scholz. Der Lehrer vermittelt die Grundprinzipien zunächst anhand einfacher Alltagsaktivitäten wie Gehen oder Hinsetzen. Danach geht es an die individuellen Probleme. Wer unter Haltungsschwierigkeiten leidet, dem werde beispielsweise bewusst gemacht, den Kontakt seiner Füße zum Boden bei jedem Schritt wahrzunehmen. Darauf ließen sich dann weitere Übungen für den Alltag aufbauen, wie die ideale Sitzhaltung in der Bahn zu trainieren. „So erfährt der Klient nicht nur einen Eindruck der neuen Bewegungsmöglichkeiten am eigenen Körper, sondern gewinnt auch Erkenntnisse über sein Denken und seinen Einfluss auf alle seine Handlungen“, unterstreicht Scholz.

Die Alexander-Technik erlernt man in der Gruppe oder in Einzelsitzungen. Während in den einzelnen Stunden an individuellen Problemen gearbeitet wird, stehen die gemeinsamen Einheiten häufig unter einem festen Oberthema. Eine Lektion dauert 30 bis 50 Minuten. „Erste Erfolge spürt man etwa nach 10 bis 20 Einheiten“, sagt Scholz. Benannt ist die Technik nach Frederick Matthias Alexander, der sie Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. „Sie ist grundsätzlich für alle Menschen geeignet, die bereit sind, sich mit sich selbst auseinander zu setzen“, erläutert Scholz.

Weitere Informationen gibt es im Internet u.a. unter
www.alexander-technik.info



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