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Was ist eigentlich...?
Ein Clusterkopfschmerz

06.10.2005
Er tritt schnell, heftig und meist völlig unerwartet auf.
Neben dem Spannungskopfschmerz und der Migräne ist der so genannte Clusterkopfschmerz die dritthäufigste Ursache für Beschwerden im Kopfbereich. Doch obwohl mittlerweile etwa 40 000 bis 80 000 Bundesbürger regelmäßig unter ihm leiden, ist der Clusterkopfschmerz wenig bekannt und wird oftmals nicht zweckmäßig therapiert. "Viele Betroffene denken, sie hätten es mit einer Migräne zu tun", sagt Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz (DGK). Dabei würden sich Clusterkopfschmerzen gut diagnostizieren lassen.

Im Gegensatz zur Migräne empfinden Patienten mit Clusterkopfschmerzen während der Attacken einen ausgeprägten Bewegungsdrang oder schaukeln mit dem Oberkörper. Der Name deutet an, dass sich die typischen Anfälle zu bestimmten Zeiten häufen. Sie treten dann ein- bis achtmal täglich auf und werden von symptomfreien Intervallen unterbrochen. Einzelne Attacken dauern zwischen 30 und 120 Minuten. Sie treten häufig ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden auf.

Zusätzlich zu den heftigen Kopfschmerzen leiden die Betroffenen unter Augenrötungen, Tränenfluss, einseitigem Nasenrinnen oder einem geschwollenem Augenlid. "Betroffene vergleichen die Beschwerden mit einem glühenden Messer, das ins Auge gestoßen wird oder mit einem brennenden Dorn in der Schläfe", verdeutlicht Krause. Wer unter den Symptomen leidet, sollte sich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Aufgrund der kurzen, aber heftigen Attacken seien im Akutfall jegliche Tabletten nicht schnell genug wirksam. Ideales Mittel ist deshalb laut DGK eine Injektion, die der Arzt verschreiben kann. In vielen Fällen helfe es auch, Sauerstoff zu inhalieren. Tropfen haben sich ebenfalls als wirksam erwiesen. "Sauerstoff und Tropfen helfen aber leider nur einem Teil der Patienten und auch nicht konstant gut", sagt Krause. Deshalb sollte immer gemeinsam mit dem Arzt die ideale Therapie gefunden werden. Auch Medikamente zur Vorbeugung der Schmerzen können mittlerweile verabreicht werden.

Weitere Informationen erhalten Interessierte am
2. November 2005 jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr bei der Kopfschmerz-Hotline des Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz unter der kostenlosen Rufnummer 0800/0112115.



Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz (DGK)


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