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Wirksamer Schutz vor Herzerkrankungen

25.04.2007
Wer oft Fisch isst, fördert seine Gesundheit. Wer darüber hinaus auf seinem Speiseplan häufig 'Makrele', 'Hering' oder 'Lachs' stehen hat, beugt gleichzeitig Herzrhythmusstörungen oder einem Herzinfarkt vor. Der Grund dafür ist der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die in den 'fetten' Kaltwasserfischen angereichert sind. "Nach mehr als zwanzig Jahren ist klar geworden, dass die beiden Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) kardiovaskulären Erkrankungen und dem plötzlichen Herztod vorbeugen", erläutert Clemens von Schacky in einer neuen Ausgabe der "Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin" (Hippokrates Verlag, Stuttgart. 2007).

Von Schacky, der seit vielen Jahren die Präventive Kardiologie der Universität München leitet, betont, wie wichtig die Aufnahme von EPA und DHA gerade für Risikopatienten sei. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren senkten beispielsweise die "Herzfrequenz in Ruhe". Sie reduzierten daher in hohem Maße die Neigung zu Rhythmusstörungen. Ferner unterstützten EPA und DHA eine Erhöhung der Herzfrequenzvariabilität, was gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Herztodes vermindere.

In einer aktuellen Studie erhielten 2033 Männer 42 Tage nach ihrem ersten Herzinfarkt "entweder den Rat, ihren Verzehr von öligem Fisch auf zweimal pro Woche zu erhöhen, einen konventionellen Rat zur Ernährungsumstellung, den Rat zu einer faserreichen Kost oder eine Kombination dieser Ratschläge", so von Schacky. Nach zwei Jahren sei die Gesamtsterblichkeitsrate nur durch den Rat zum Fischverzehr um 29 Prozent gesenkt worden, fasst der Kardiologe die Ergebnisse zusammen.

Gemeinsam mit einem amerikanischen Kollegen hat von Schacky den "Omega-3-Index" entwickelt. Mit diesem "Biomarker" lässt sich die Gefahr vor einem plötzlich auftretenden Herztod abschätzen. "Das Risiko einen plötzlichen Herztod zu erleiden, ist bei einem Omega-3-Index von unter vier Prozent zehnmal so hoch wie bei einem Omega-3-Index von über acht Prozent", erläutert der Mediziner das neuartige Kontrollverfahren.

Die Bestimmung des Omega-3-Index eigne sich gut zur Therapiekontrolle, denn der Gehalt an EPA und DHA sei je nach Fischspezies unterschiedlich, berichtet von Schacky, der seit über 20 Jahren die Wirkungsweise von Omega-3-Fettsäuren untersucht. Wer keinen Fisch mag, könne als Alternative auch auf hochaufgereinigte Fischölpräparate zurückgreifen.



Quelle: C. von Schacky:Omega-3-Fettsäuren und Atherosklerose. Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 2007; (1): S. 12-15


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