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Medikamente richtig einnehmen

04.02.2008
Tabletten, Tropfen, Kapseln – Medikamente gibt es in unterschiedlichen Formen. Wie man sie anwendet, wissen viele Patienten nicht genau. Die Folge: Die Arzneimittel wirken nicht richtig oder richten im schlimmsten Fall sogar Schaden an. Deshalb sollte jeder Patient mit seinem Arzt oder Apotheker über die sachgerechte Einnahme sprechen. Dr. Christian Franken, Chefapotheker der Versandapotheke DocMorris, hat ein paar Tipps, die verhindern, dass die Tablette im Hals stecken bleibt oder die Nasentropfen bitter den Rachen hinunterlaufen.

Empfehlung 1: Selters statt Sekt
„Tabletten immer mit viel stillem Wasser einnehmen“, rät der Experte. „Dabei den Kopf leicht nach vorne beugen. So wird die Tablette die Speiseröhre hinuntergespült, ohne hängen zu bleiben.“ Ungeeignet sind Milch, Saft, Kaffee und Tee, da sie mitunter die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen oder Wechselwirkungen auslösen. Franken: „Alkohol ist bei der Einnahme tabu, das ist Gift für die Leber.“ Die Packungsbeilage gibt Aufschluss darüber, zu welchem Zeitpunkt das Medikament eingenommen werden soll. Einige Präparate zum Beispiel reizen den Magen und dürfen deshalb nur nach dem Essen eingenommen werden.

Empfehlung 2: Keine halben Sachen
„Auch beim Zerteilen von Tabletten ist Vorsicht geboten“, erläutert der Apotheker. „Halbieren Sie sie nur dann, wenn die Tabletten zum Teilen geeignet sind. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Der Grund: Filmtabletten, Kapseln oder Dragees geben ihre Wirkstoffe langsamer ab oder lösen sich erst im Dünndarm auf. Sie müssen ganz bleiben. Wer Tabletten häufig halbieren muss, bekommt in der Apotheke einen praktischen Tablettenteiler.

Empfehlung 3: Nase frei für Sprays und Tropfen
„Nasentropfen oder -sprays wirken am besten, wenn man sich vorher gründlich die Nase putzt“, erklärt der DocMorris-Chefapotheker. „Dann den Kopf leicht in den Nacken legen, einen Tropfen in jedes Nasenloch geben und den Kopf sofort wieder gerade halten. So können Sie verhindern, dass die bittere Flüssigkeit den Rachen hinunterläuft.“ Achtung: Fast alle Tropfen und Sprays sind nach Anbruch des Fläschchens nur kurze Zeit haltbar: „Beachten Sie deshalb immer das Verfallsdatum und lassen Sie das Medikament bei Bedarf in der Apotheke entsorgen.“

Empfehlung 4: Keine Angst vor Augentropfen
Vielen Patienten fällt es schwer, Augentropfen anzuwenden. Einfacher wird es, wenn die Tropfen handwarm sind, dann tränt das Auge weniger. „Setzen Sie sich entspannt hin, legen Sie den Kopf weit nach hinten und ziehen Sie das untere Lid sanft nach vorn“, rät Dr. Christian Franken. „Tropfen Sie einen Tropfen in jedes Auge und schließen Sie die Augen für ein paar Sekunden. Wenn Sie bei geschlossenen Lidern mit den Augen rollen, verteilt sich das Medikament optimal.“ Einige Präparate wie beispielsweise Augensalben enthalten Öle. Diese sollten nur vor dem Schlafengehen angewendet werden, da sie die Sehfähigkeit beeinträchtigen.



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