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Keine Angst vor dem Bohrer: Kariesbehandlung ohne Schmerzen

21.07.2008
Der Gedanke an den Bohrer kann den Zahnarztbesuch zur Qual werden lassen. Allein das Geräusch lässt einem die Haare zu Berge stehen und verursacht ein flaues Gefühl im Magen. Dabei ist die Angst vor einer schmerzvollen Behandlung mit dem Zahnarztbohrer fast immer unbegründet. Eine Kariesbehandlung läuft heute dank moderner Betäubung zumeist völlig schmerzfrei ab. Viel Schlimmer als die Behandlung selbst sind jedoch die Vorstellungen, die ein Patient mit einer Behandlung durch den Bohrer verbindet. Der Geruch der Praxis und das unangenehme Geräusch tun dann ihr Übriges.

Schmerzen effektiv verhindern
Für die Furcht vor dem Bohrer gibt es viele Gründe. Oft spielt die Angst vor Schmerzen eine Rolle. Viele Zahnärzte haben sich darauf eingestellt. Neben der herkömmlichen lokalen Betäubung gibt es bei bestimmten Eingriffen auch die Möglichkeiten des Dämmerschlafs und der Vollnarkose sowie weitere Methoden um den Schmerz wären der Behandlung auszuschalten:

- Lokalanästhesie: Durch die Injektion eines Betäubungsmittels im Behandlungsgebiet wird die Schmerzempfindung verhindert Diese am weitesten verbreitete Methode ist durch moderne Betäubungsmittel und gezielt gesetzte Spritzen mit hauchdünnen Nadeln am gängigsten in der Kariesbehandlung.

- Computergesteuerte Anästhesiesysteme: Moderne Anästhesiesysteme berechnen den Widerstand des Zahnfleisches und geben das Schmerzmittel in kleinen, regelmäßigen Mengen ab, so dass der Patient kaum etwas davon spürt. Auch erinnert nichts mehr an die typische Spritze. Das Gerät sieht eher aus wie ein Kugelschreiber.

- Dämmerschlaf: Als Ergänzung zur örtlichen Betäubung wird der Patient in einen künstlichen Schlaf versetzt, atmet dabei aber selbstständig weiter. Zur Steuerung und Überwachung des Dämmerschlafs bedarf es dennoch eines Anästhesisten und der Beachtung von möglichen Risiken.

- Vollnarkose: Hierbei schaltet der Arzt das Bewusstsein sowie die Körperreflexe des Patienten vollständig aus. Der Patient muss künstlich beatmet werden, bekommt aber von dem Eingriff nichts mit. Diese Form der Betäubung erfordert eine entsprechende Ausstattung mit Geräten zur Narkosesteuerung und -überwachung sowie die Anwesenheit eines Anästhesisten und birgt ein entsprechendes Risiko.

- Hypnose: Mit Hilfe des Hypnotiseurs werden die Gedanken der Patienten auf angenehme Dinge gerichtet. Während er zwar alles um sich herum wahrnimmt löst es keine Empfindungen bei ihm aus, da er sich mit seinen Gedanken in einer anderen Welt bewegt.

Das unangenehme Geräusch
Neben der Angst vor Schmerzen spielen aber auch die Gerüche in der Praxis und vor allem die Geräusche des Bohrers während der Behandlung eine entscheidende Rolle. Das Quietschen des Zahnarztbohrers jagt uns auch außerhalb der Zahnarztpraxis einen Schauer über den Rücken.

Zur Vorbereitung kann es die Angst mindern, sich mit diesen Geräuschen auseinander zu setzen.
Je öfter das unangenehme Surren des Bohrers angehört wird, ohne dass etwas passiert, desto mehr verliert es seinen Schrecken. Im Internet können entsprechende Geräusche beispielsweise auf www.aubacke.de (Link: http://www.aubacke.de/ ) heruntergeladen werden.

Bohrer der neuen Generation sind bereits wesentlich geräuschärmer. Da der Zahnarzt über die Mundhöhle sozusagen im Kopf agiert, wird der Schall direkt über die Knochen ins Ohr geleitet. Mit Hilfe von Musik (über Kopfhörer) oder Videobrillen können Patienten von den unangenehmen Geräuschen abgelenkt werden und empfinden sie so weit weniger schlimm.

Besonders bei Kindern kann mit beruhigender Musik und Zeichentrickfilmen die Angst verhindert werden. Und wer als Kind gerne und angstfrei zum Zahnarzt geht wird es auch als Erwachsener tun.

Eines der Besten Mittel aber, um die Angst vor dem Bohrer zu vertreiben, ist das Wissen, was dabei eigentlich geschieht und wie die Behandlung im Einzelfall ablaufen soll. Ein umfassendes Gespräch zu Beginn der Behandlung und die Kommunikation während der Behandlung mit Hilfe von Handzeichen können viele Ängste ausräumen und das Vertrauen zum behandelnden Arzt stärken.

Quelle: proDente e.V.


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