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Gute Nacht ihr bösen Schlafstörungen

18.06.2007
Von unserer Redakteurin Roksana Leonetti

Der Schlaf ist lebensnotwendig, denn der Körper braucht ihn als Erholungs- und Aufbauphase. Körpervorgänge, wie Puls und Atmung, verlangsamen sich, der Blutdruck sinkt, die Körpertemperatur fällt leicht und das Nervensystem ist beschränkt erregbar. Der Körper fällt in eine zeitweilige Bewusstlosigkeit.

Jeder Mensch hat eine innere Uhr, die unbewusst entscheidet, was für ein Schlaftyp man ist, ob Morgenmensch oder Abendmensch. Diese innere biologische Uhr bestimmt den Biorhythmus, die tagesrhythmischen Schwankungen der Kreislauf-, Organ- und Stoffwechselfunktionen. Ob man nun ein Langschläfer oder Frühaufsteher ist, entscheidet der Körper selbst. Übermäßiger Konsum von Alkohol, Einnahme von Arzneimitteln, eine eingeschränkte Gesundheit, Giftstoffe, Lärm, psychosoziale Probleme, Schichtarbeit und die Wohnsituation sind nur einige Faktoren, die den gesunden Schlaf des Menschen stören.

Gerät der Schlaf aus dem Gleichgewicht, so hat das auch Folgen auf den Biorhythmus und zwangsläufig auch Auswirkungen auf das Leben. Wer gut schläft fühlt sich am nächsten Morgen ausgeruht und unternehmungslustig, wer schlecht schläft schlapp und demotiviert.

Wichtig ist deshalb erst einmal einen gesunden Schlaf zu haben. Dieser wird oft durch die Schlafdauer beeinträchtigt. Nicht jeder Mensch benötigt exakt acht Stunden Schlaf. Wie viel Schlaf ein Mensch durchschnittlich braucht, ist sehr unterschiedlich. Die Schlafdauer ist vom Alter und von der körperlichen und seelischen Verfassung abhängig. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Länge des täglich benötigten Schlafes ab.

Viele Menschen haben Probleme mit dem Schlaf, sie leiden unter Schlafstörungen, ungenau auch als Schlaflosigkeit bezeichnet. Insomnie (Schlafstörung) kann zum einen Symptom einer Erkrankung sein, zum anderen auch ein eigenes Krankheitsbild darstellen. Das Schlafverhalten führt zu Schlafstörungen, dass können Schwierigkeiten beim Einschlafen, Störungen des Durchschlafens, vorzeitiges Erwachen, übermäßiges Schlafen, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Schlaflosigkeit, Schlafwandeln und Alpträume sein.

Um Schlafstörungen behandeln zu können, ist es wichtig ihre Ursache zu kennen. Dabei unterscheidet man zwischen einer organischen oder einer psychischen Erkrankung. Ein Fehler vieler Betroffenen ist der Griff zu Schlaftabletten. Diese wirken noch bis in den Tag hinein und es baut sich ein Teufelskreis aus Müdigkeit, Mittagsschläfchen und nächtlicher Schlaflosigkeit mit steigendem Schlafmittelkonsum auf.

Der Arzt muss die genauen Schlafgewohnheiten kennen, um die Schlafstörungen genau identifizieren zu können. Bei der Ursachenforschung hilft eine Anamnese (Erhebung der Vorgeschichte, der Krankheitsentwicklung und der aktuellen Befindlichkeit eines Patienten) ebenso wie das Führen eines Schlaftagebuchs.

Auf Basis der Naturheilkunde und Naturmedizin lassen sich Schlafstörungen besonders schonend behandeln. Von Schlafmitteln sollte man ohne ärztliche Absprache die Finger lassen. Für eine individuelle Beratung zu den unterschiedlichen Arzneimitteln sollte man seinen Hausarzt fragen oder sich in der Apotheke Rat holen. Die meisten Schlafstörungen lassen sich mit ganz einfachen Mitteln selbst in den Griff bekommen.


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