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Ein gesunder Rücken beginnt im Mund11.03.2008
Nach Schätzungen der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) leiden bis zu 75 Prozent der Bevölkerung unter Funktionsstörungen des Kiefergelenks. „Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen weisen unter Umständen auf Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers hin“, so Dr. med. dent. Steffen G. Tschackert anlässlich des Deutschen Tages der Rückengesundheit.Patienten, die über Beschwerden wie Schwindel, Schwerhörigkeit, Kopf- und Rückenschmerzen klagen, kennen selten die Ursache ihrer Schmerzen. Anlässlich des 7. Deutschen Tages der Rückengesundheit unter dem Motto „Den Rücken neu entdecken“ rät der Frankfurter Zahnmediziner Dr. Tschackert: bei chronischen Kopf- und Rückenschmerzen neben einem Orthopäden auch den Zahnarzt konsultieren. „Schmerzen im Rücken entstehen nicht nur durch Haltungsschäden, Verspannungen oder Rheuma, sondern auch durch Veränderungen des Kiefergelenks oder der Bisslage“, so Dr. Tschackert. Ursachen der Schmerzen Fehlstellungen des Kiefergelenks entstehen überwiegend durch nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus), veralteten Zahnersatz, Zusammenpressen der Zähne sowie durch fehlende Zähne oder fehlerhafter Füllungen und Kronen. Dr. Tschackert: „Reiben Ober- und Unterkiefer beim Kauen aufeinander, führt dies langfristig zu Veränderungen des Kiefergelenks.“ Da die Zähne zum Skelett-System des Menschen gehören, wirken sich Disharmonien auch auf den gesamten Körper aus, und äußern sich zum Beispiel durch Ohrgeräusche oder Beckenschiefstand. Kau- und Gesichtsmuskulatur beeinflussen so auch die Nacken- und Rückenmuskulatur. Diagnose und Therapie Mit einer manuellen und instrumentellen Funktionsanalyse des Kiefers stellt Dr. Tschackert Disharmonien am Kiefer fest und beurteilt das Zusammenspiel von Zähnen und Kaumuskulatur. Dabei überprüft der Zahnmediziner den Zahnstatus seiner Patienten, die Gesichtssymmetrie, Mundöffnung und -schluss, prüft die Gelenkgeräusche des Kiefers sowie den Bewegungsablauf beim Kauen und Sprechen. Als ergänzendes Diagnose- und Therapieverfahren wendet Dr. Tschackert die Myozentrik (muskulär bestimmte Bisslage) an. Mit einer individuellen Aufbissschiene positioniert er den Unterkiefer neu. In den betroffenen Muskelbereichen löst sich die Verspannung durch das regelmäßige Tragen der Schiene. Lösen schlechte Füllungen, Kronen oder Brücken die Symptome aus, müssen diese zusätzlich erneuert werden. Dr. Tschackerts Expertentipp: „Sprechen Sie bei chronischen Kopf- und Rückenschmerzen auch Ihren Zahnarzt an.“
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