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Dem Schmerz auf der Spur28.02.2007
An manchen Tagen beginnt die Tortur schon mit dem
Weckerklingeln: Es brummt im Kopf, pocht oder hämmert
qualvoll. Der Tag ist gelaufen, noch bevor er richtig
angefangen hat. Doch Kopfschmerzen muss man
nicht einfach hinnehmen: „Wer sich informiert und die
Symptome sorgfältig beobachtet, hat gute Chancen,
den Schmerz zu lindern oder sogar ganz in den Griff zu
bekommen“, sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners von
der DAK. Erster Schritt: Ein Tagebuch, in dem die
Beschwerden – Häufigkeit, Dauer und begleitende
Faktoren – notiert werden.In den Körper hineinhorchen Haben Sie auf einer oder auf beiden Seiten des Kopfes Schmerzen? Sind diese pulsierend oder dumpf, drückend oder eher ziehend? Je genauer die Betroffenen die Symptome beschreiben können, desto eher lässt sich ein typisches Muster erkennen: Die Kopfschmerzen treten kurz vor wichtigen Geschäftsterminen auf? Dann sind sie womöglich die Folge von Stress oder angespannter Körperhaltung vor dem Computer. Ein Spaziergang in der Mittagspause hilft, das Hämmern im Kopf zu beruhigen? Auch diese Beobachtung gehört ins Tagebuch: „Gehen an der frischen Luft tut gut.“ Stück für Stück schärfen Patienten so das Bewusstsein für den eigenen Körper. Checkliste für den Arztbesuch Wie lange haben Sie schon Schmerzen? In welchen Situationen treten sie auf? Wie und wo genau spüren Sie den Schmerz? Wer diese oder ähnliche Fragen beim Arzt unvorbereitet beantworten soll, vergisst oft wichtige Details. Durch das Tagebuch geht keine Beobachtung verloren. So kann es für den Arzt beispielsweise ein wichtiger Hinweis sein, dass die Beschwerden typischerweise am Wochenende auftreten. Die Beurteilung sollte man allerdings dem Fachmann überlassen. Er entscheidet, welche Medikamente sinnvoll sind oder ob sich die Schmerzen besser mit Sport und Entspannung bekämpfen lassen. Dem Schmerz aktiv begegnen Verschiedene Formen von Kopfschmerz erfordern unterschiedliche Strategien. Ein beidseitiger, drückender Schmerz deutet auf Spannungskopfschmerzen hin. In diesem Fall sollten die Betroffenen Stress vermeiden und sich regelmäßig bewegen. Sind die Beschwerden dagegen einseitig, handelt es sich vermutlich um eine Migräneattacke. Hier helfen spezielle Medikamente. Außerdem lassen sich anhand der Beobachtungen mögliche Auslöser erkennen – wie etwa fehlender Schlaf oder bestimmte Lebensmittel. Diese Auslöser sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Nur wer sie genau kennt und konsequent vermeidet, kann die Attacken auf ein erträgliches Maß zurückschrauben. Tipps zum Ausfüllen des Tagebuchs Darauf sollte man beim Ausfüllen des Tagebuchs achten! Nehmen Sie sich Zeit Am besten Sie reservieren täglich fünf Minuten für Ihre Notizen. Vervollständigen Sie Ihr Tagebuch zum Beispiel bei einer Tasse Tee, wenn Sie nach Hause kommen, oder als Ritual vor dem Zubettgehen. Seien Sie genau Protokollieren Sie nicht nur, wann Sie Schmerzen haben, sondern auch wie stark diese sind. Mit der Zeit schärfen Sie so Ihre Aufmerksamkeit. Und gewinnen Klarheit, was Ihre Schmerzen verstärkt oder abschwächt. Behalten Sie die Übersicht Achten Sie darauf, dass am Ende nicht zu viele Details den Blick auf das Wesentliche versperren. Auf welche Beobachtungen es ankommt, und wie Sie diese übersichtlich notieren, zeigt das Formular unter www.dak.de/kopfschmerztagebuch Seien Sie konsequent Machen Sie Ihre persönlichen Schmerzauslöser ausfindig und meiden Sie diese. Achten Sie zum Beispiel auch darauf, was Sie essen, wann Sie schlafen gehen oder ob etwas Besonderes vorgefallen ist. Tragen Sie diese zusätzlichen Beobachtungen ebenfalls in Ihr Tagebuch ein. Typische Auslöser für Migräne: Stress Angst starke Emotionen Überanstrengung Wochenende späte Schlafenszeit Urlaubsbeginn oder -ende veränderter Tagesrhythmus Auslassen von Mahlzeiten Wetteränderungen Lärm Medikamente Alkohol Menstruation Nahrungsmittel (z. B. Käse, Schokolade) DAK
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