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Dem Hautkrebs keine Chance

15.04.2008
In Europa erkranken jährlich 54.000 Menschen an einem malignen Melanom – mit steigender Tendenz. Dieser so genannte Schwarze Hautkrebs stellt die aggressivste Form von Hauttumoren überhaupt dar. Früh genug erkannt, ist Hautkrebs in nahezu 100 Prozent der Fälle völlig heilbar. Der Euro Melanoma-Tag am 5. Mai sollte ein Anlass sein, sein Hautkrebsrisiko abklären zu lassen und den Rat des Fachmanns zu einem wirksamen UV-Schutz einzuholen.

Am Euro Melanoma-Tag hält ein spezieller Dokumentationsbogen in anonymer Form den Befund fest und stellt zugleich auch das Risikoprofil des Teilnehmers dar. Die Daten werden europaweit ausgewertet und veröffentlicht. Laden Sie den Dokumentationsbogen auf Ihren Rechner, drucken zwei Exemplare aus und nehmen Sie diese Unterlage mit zum vereinbarten Untersuchungstermin. Außerdem ist ab April eine Hardcopyvariante auf Durchschreibe-Papier auf Anforderung bei der Pressestelle des BVDD erhältlich.

Zwei Drittel des Dokumentationsbogens füllt der Patient selbst vorab aus, der Hautarzt muss lediglich den Hauttyp bestimmen und die Ergebnisse der klinischen Untersuchung einsetzen. So dient der Dokumentationsbogen nicht allein der Ergebnissicherung, sondern zugleich auch der Motivation, sich mit dem Thema gedanklich auseinander zu setzen und der Vorbereitung der Hautkrebsvorsorgeberatung durch den Hautarzt.

Alle teilnehmenden Hautarztpraxen sind aufgerufen, zumindest acht Dokumentationsbögen möglichst zeitnah und per Fax zur weiteren Auswertung an die Pressestelle des BVDD zurückzusenden. Die Faxnummer ist auf jedem Bogen aufgedruckt.

Die meisten Krankenkassen bezahlen heute eine Vorsorgeuntersuchung auf Hautkrebs (im Zweifel dort nachfragen). Laut eines neuen Beschlusses, der ab 1. Juli 2008 gilt, haben gesetzlich Krankenversicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Hautkrebsfrüherkennungsuntersuchung als Krankenkassenleistung.

Im Internet hat der Euro Melanoma-Tag unter www.euromelanoma.de . Dort finden Sie auch den Fragebogen. Außerdem werden Fragen zu Haut und Hautschutz dort vom 5. bis 11. Mai 2008 von Dermatologen und Dermatologinnen kostenlos online beantwortet.

Im Übrigen kann jeder selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Das Wichtigste ist ein der UV-Strahlungsintensität angepasstes Verhalten: in den Ferien, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und zu Hause. Textiler Lichtschutz und der Gebrauch von Sonnencreme kommen ergänzend hinzu. Dies lebenslang, denn: Die Haut vergisst nicht! Auch darüber klärt die Euro Melanoma-Kampagne auf.

Zu den namentlich genannten Risikofaktoren zählen beispielsweise eigene Hautkrebsvorerkrankungen und in der Familie, hohe Anzahl an Pigmentmalen, Sonnenbrände in Kindheit und Jugend, Berufstätigkeit im Freien, Solariumbesuche und Fernreisen.

Sonnenanbeter aufgepasst
· Deutschland liegt bei Hautkrebs in Europa auf Platz drei hinter Dänemark und Schweden.
· Alle zehn Jahre verdoppelt sich die Zahl der Hautkrebsbefunde. Frühformen von Hautkrebs verzeichnen einen noch stärkeren Zuwachs.
· Hautkrebs wird heute dank verstärkter Vorsorge immer früher erkannt und ist dann nahezu immer heilbar. Die Sterblichkeitsrate ist in Deutschland bei steigender Hauttumorhäufigkeit daher nahezu konstant geblieben.

Hier eine kleine Suchhilfe, wenn Sie selbst Ihre Muttermale auf Auffälligkeiten überprüfen wollen.
A wie Asymmetrie. Hat das Mal eine asymmetrische Form?
B wie Begrenzung. Ist das mal an den Rändern rau, zackig, uneben oder scheint es auszulaufen?
C wie Colorierung. Ist das Mal an einigen Stellen heller oder dunkler ?
D wie Durchmesser. Hat das Mal einen Durchmesser von mehr als 2 mm?
Beim kleinsten Zweifel am besten gleich zum Hautarzt!

Präventions-Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne
Mit den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention und der Deutschen Krebshilfe können Erwachsene ihre Haut und die ihrer Kinder besser schützen:
· Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollten Kleinkinder überhaupt nicht der direkten Sonne aussetzen. Kinderhaut sollte nicht unnötig mit Sonnenschutzmitteln belastet werden.
· Einfach und wirksam: Schatten und sonnengerechte Kleidung.
· Die Sonne in der Mittagszeit meiden.
· In der prallen Sonne sonnendichte Kleidung und auf jeden Fall eine Kopfbedeckung tragen.
· Mindestens 30 Minuten vor einem Sonnenbad alle unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel (ab Lichtschutzfaktor 20) eincremen.
· Den Sonnenschutz mehrmals am Tag erneuern. Aber Achtung: Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht.
· Beim Baden nur wasserfeste Sonnencreme verwenden. Kopf und Schultern mit einem T-Shirt, einer Schirmmütze oder spezieller Badebekleidung schützen.
· Die Augen durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter und möglichst geschlossenen Seiten abschirmen.
· Zuviel UV-Strahlung, egal ob künstlich oder natürlich, schadet der Haut und lässt sie schneller altern. Daher: Kein Vorbräunen im Solarium!
· Viel trinken! Der Körper verliert in der Sonne viel Flüssigkeit.



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