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Bitterstoffe verringern Bauchfett

04.08.2009
Immer mehr Deutsche leiden unter einer tückischen Krankheit dem "Metabolischen Syndrom". Gerade das Fettgewebe im Bauchraum beeinflusst den Stoffwechsel ungünstig und steigert langfristig das Krankheitsrisiko.

Was wir schmecken
Viele Vorstellungen zu unserem Geschmackssinn haben sich in den letzten Jahren als falsch herausgestellt. So gibt es anstatt der vier Geschmacksrichtungen (süß, sauer, bitter, salzig) mindestens eine fünfte: „umami“ (japanisch: Wohlgeschmack) steht für einen bouillonartigen Geschmack, der zum Beispiel durch den Geschmacksverstärker Glutamat ausgelöst wird. Auch die Geschmacksrichtung „fett“ und „Wasser“ scheinen nach aktuellen Untersuchungen zu existieren.

Geschmack regelt Essverhalten
Dabei haben die unterschiedlichen Geschmacksqualitäten verschiedene biologische Bedeutungen, die unser Ernährungsverhalten bis heute steuern. Die Geschmackseindrücke „süß“, „umami“ und „fett“ lösen in unserem Gehirn ein Suchtempfinden aus, zum Beispiel in Form von Schokolade („süß“ und „fett“) oder Fertiggerichten, die reich an Glutamat sind: Ein direkter Weg zu kleinen Figurfallen.

„Sauer“ warnt uns vor unreifen Früchten, während die Kombination „Wasser“, „salzig“ und „sauer“ eine wesentliche Rolle in der Regulation des Wasser- und Mineralstoffhaushaltes spielt. „Bitter“ ist schließlich ein deutliches Warnsignal, das uns vor giftigen Substanzen schützen soll. Wie wichtig diese Warnfunktion ist zeigt, dass man inzwischen 25 Zellrezeptoren gefunden hat, die den Geschmack „bitter“ wahrnehmen, aber nur ein Rezeptor für den Geschmack „süß“ bekannt ist.

Geschmackssinne steuern Körpergewicht
Damit noch nicht genug: Neueste Forschungen zeigen, dass die Geschmacksrezeptoren der Zunge auch direkte Veränderungen im Stoffwechsel auslösen. So steigert das Signal „süß“ die Zuckeraufnahme im Darm, ganz egal ob Zucker oder Süßstoff für den süßen Geschmack verantwortlich ist. Ein Grund, warum auch Süßstoffe immer wieder als Auslöser von Übergewicht diskutiert werden. Das Signal „bitter“ kann in Speisen und Getränken leicht das Signal „süß“ übertönen. Ursache ist wahrscheinlich, dass „bitter“ 10.000 Mal stärker als „süß“ wirkt und beide Signale die gleichen Übertragungswege im Nervensystem nutzen. Im Tierversuch konnte bereits nachgewiesen werden, dass bitterstoffhaltige Nahrungsmittel trotz energiereicher Ernährung eine Gewichtszunahme vermeiden – insbesondere die Energie-Einlagerung in Form von Bauchfett.

Mit Bitterstoffen Bauchfett abbauen
Untersucht wurde inzwischen ein bitteres Wildgemüseprodukt (Urbitter-Bio-Granulat von Dr. Pandalis, in der Apotheke), das die Pflanzen Wegwartenkraut, Löwenzahnkraut, Wild-Artischockenblätter und Hagebuttenschalen enthält.

Im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung kauten 520 Probanden zwei- bis dreimal täglich einen Teelöffel des Bitterstoffprodukts. Bereits nach sechs Wochen betrug die durchschnittliche Gewichtsabnahme pro Teilnehmer 3,5 Kilogramm. Das gesundheitsgefährdende Bauchfett konnte deutlich reduziert werden – ohne diätetische- oder Bewegungsmaßnahmen. Besonders bemerkenswert war, dass Muskelmasse dabei nicht abgebaut wurde. Die Befunde unterstützen die Annahme, dass Bitterstoffe nicht nur die Verdauung beschleunigen, sondern über eine Reizung der Geschmacksknospen eine direkte Wirkung auf den Stoffwechsel haben können. Hierauf weisen auch neueste Forschungen hin, die Rezeptoren für „bitter“ auch in der Magen- und Darmschleimhaut gefunden haben. Diese Rezeptoren für „bitter“ sind sogar in der Lage, verdauungs- und stoffwechselsteuernde Hormone selbst zu bilden und freizusetzen.

Weitere Informationen: www.urheimische-medizin.de



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