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Anthroposophische Medizin: im Einklang mit Körper, Geist und Seele31.01.2007
Immer mehr Menschen interessieren sich für
Heilmethoden, die individuelle Lebensumstände oder persönliche Krisen
des Patienten in die Therapie einbeziehen. Die mhplus BKK reagiert als
eine der ersten gesetzlichen Kassen auf diesen Bedarf und bietet ihren
Versicherten die Möglichkeit, anthroposophische Leistungen in Anspruch
zu nehmen. Zu diesem Zweck ist die Kasse einem integrierten
Versorgungsvertrag beigetreten. Vertragspartner sind die Gesellschaft
anthroposophischer Ärzte in Deutschland und die Berufsverbände für
Heileurythmie, anthroposophische Kunsttherapie sowie rhythmische
Massage. mhplus Mitglieder, die an diesem Versorgungsprogramm
teilnehmen, profitieren somit von einem Therapieansatz, der den ganzen
Menschen im Blick hat.Die anthroposophische Medizin steht für die Auffassung, dass Krankheiten dann auftreten, wenn die Wechselbeziehungen zwischen Körper, Geist und Seele ge-stört sind. Ihr Ziel ist, die Schulmedizin zu erweitern, indem sie die persönlichen Lebensumstände des Einzelnen bei Diagnose und Behandlung berücksichtigt. Zu den ergänzenden Therapieformen zählen die anthroposophische Kunsttherapie, Heileurythmie sowie die rhythmische Massage nach Ita Wegmann – neben Rudolf Steiner die Begründerin der Anthroposophie. Diese sollen den Patienten helfen, eingefahrene und krankmachende Verhaltensmuster zu erkennen, aufzubrechen und sie so zu einer aktiven Rolle im eigenen Heilungsprozess motivieren. mhplus Versicherte, die am neuen Versorgungsprogramm teilnehmen möchten, suchen für eine Erstbehandlung zunächst einen anthroposophischen Mediziner auf, der am Versorgungsvertrag teilnimmt. Für diese Erstanamnese übernimmt die mhplus einmal pro Jahr die Kosten. Hier untersucht der Arzt nicht nur die körperlichen Symptome, sondern versucht im persönlichen Gespräch auch herauszufiltern, ob die jeweilige Lebenssituation eine Rolle spielt. Darüber hinaus kann der Versicherte kostenlos noch maximal drei Folgebehandlungen im Jahr sowie bis zu vier Beratungen pro Quartal wahrnehmen. Je nach Diagnose und Bedarf des Patienten, verordnet der Arzt anthroposophische Behandlungen – etwa eine Heilmassage oder eine Kunsttherapie. Diese bestehen in der Regel aus zehn bis 12 Sitzungen, die zwischen 30 und 45 Minuten dauern. Die Versicherten beteiligen sich mit 10 Prozent an den jeweils anfallenden Kosten sowie mit 10 Euro pro Verordnung. Zusammen mit einer schriftlichen Teilnahmeerklärung am Programm reichen sie ihre Belege bei der mhplus ein – und profitieren obendrein vom Bonusmodell „BeneFit“: Die Kasse übernimmt bis zu 80 Prozent, maximal 100 Euro, des Eigenanteils der Versicherten. Auch mit dem Vertrag zur anthroposophischen Medizin unterstützt die mhplus das Modell der integrierten Versorgung. Dieses ermöglicht Patienten eine qualitativ hochwertige, individuell zugeschnittene Behandlung. Zudem verkürzen sich durch die enge Vernetzung der beteiligten Ärzte und Einrichtungen die Behandlungszeiten, was letztendlich das gesamte Gesundheitssystem entlastet.
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