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Regelung zur Brustkrebsfrüherkennung15.03.2005
Nach einem Beschluss des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen soll noch
In diesem Jahr eine umfassende Brustkrebsfrüherkennung eingeführt werden. Alle Frauen
im Alter von 50 Jahren bis zum Ende des 70. Lebensjahres sollen alle zwei Jahre zu einem
so genannten Mammografie-Screening eingeladen werden. Die Landesregierung Baden-Württemberg hat am 15. März 2005 eine dazu melderechtlich notwendige Regelung beschlossen. „Das ist eine wichtige Weichenstellung. Den Einwohnermeldeämtern liegen die für die Umsetzung eines flächendeckenden Mammografie-Screenings erforderlichen Daten vor. Sie sollen künftig die Anschriften an eine landesweit zentrale Stelle weiterleiten und damit gewährleisten, dass alle anspruchsberechtigten Frauen zu einer Mammografie-Screeninguntersuchung eingeladen werden“, erklärte Sozialministerin Tanja Gönner. Landesweit seien jährlich mehr als 2.000 Brustkrebstodesfälle zu beklagen. Durch eine verbesserte Früherkennung ließe sich nach Expertenmeinung in Deutschland die Sterblichkeitsrate deutlich senken. Die Umsetzung des Mammografie-Screenings solle deshalb zügig vorangetrieben werden, so Tanja Gönner. „Ich rechne mit einem Start im Herbst. Das ist ein realistischer Zeitpunkt, bis zu dem die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen sein können.“ Die Kosten des Mammografie-Screenings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und anteilig die private Krankenversicherung. Eine verbesserte Früherkennung ergänze die bereits im vergangenen Jahr neu eingeführten so genannten Disease-Management-Programme zur Behandlung von Brustkrebspati- entinnen, erläuterte Tanja Gönner. Die speziellen Behandlungsprogramme beinhalteten Leitlinien zur Behandlungsqualität und zur Kontrolle des Behandlungserfolgs. „Darüber hinaus haben wir in der klinischen Versorgung von Brustkrebspatientinnen mit der Einführung von Zertifizierungsverfahren einen Qualitätssprung erreicht.“ Zahlreiche Krankenhäuser im Land seien bereits als Brustzentrum ausgewiesen. Mit den neuen Initiativen sei man auf gutem Weg, die Versorgungssituation bei Brustkrebs nachhaltig zu verbessern, so Tanja Gönner.
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