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Klassische Homöopathie künftig auf Chipkarte09.05.2005
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, Deutscher Apothekerverband und Deutsche BKK unterzeichnen Vertrag zur integrierten Versorgung.Die 1,1 Millionen Versicherten von Deutschlandsgrößter Betriebskrankenkasse können ab Juni Behandlungen mit klassischer Homöopathie per Chipkarte in Anspruch nehmen. Die Leistung umfasst unter anderem die Erstanamnese, die Folgeanamnese, Arzneiauswahl, homöopathische Analyse und Beratung. Das besondere an diesem Vertrag ist, dass neben den homöopathischen Ärzten auch die Apotheken einbezogen sind. Ärzte und Apotheker sorgen gemeinsam für eine qualitätsgesicherte Versorgung der Versicherten und stehen für die Dokumentation der Therapie im Informationsaustausch. Die Apotheken unterstützen die Patienten zudem durch Beratung zu Art und Dauer der Arznei - Anwendung, zu ihrer Dosierung und den Besonderheiten, die bei homöopathischen Medikamenten zu beachten sind. Gerade für Versicherte, die zum ersten Mal mit klassischer Homöopathie in Berührung kommen, ist neben der ärztlichen Beratungalso auch die Arzneimittelsicherheit durch die Beratung des Apothekers in hohem Maße gewährleistet. Karl-Wilhelm Steuernagel, Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, sieht in der Vereinbarung eine Signalwirkung:" Dieser Vertrag ist ein Meilenstein, der zumindest den Versicherten der Deutschen BKK endlich den ungehinderten Zugang zurärztlichen Homöopathie ermöglicht. Damit ist es nun mehr auch den die Homöopathie praktizierenden Vertragsärzten möglich auf einer fairen Basis zum Wohle ihrer Patienten diese ärztliche Arzneitherapie anzuwenden." Fritz Becker, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes: "Einmal mehr zeigen der Deutsche Apothekerverband und die Offizinapotheken, dass sie sich den neuen Herausforderungen eines modernen Gesundheitswesens stellen und dabei, was ich für ganz wichtig halte, den Patienten in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen." Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen BKK, Ralf Sjuts, kann die Kasse damit an erfolgreiche Modelle der Vergangenheit anknüpfen: "Der Wunsch nach schonender oder natürlicher Medizin ist in den vergangenen Jahren enorm gewachsen. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Mitglieder die Möglichkeiten homöopathischer Therapien in großer Zahl in Anspruch nehmen werden. Wir bieten unseren Kunden ein bedarfsgerechtes Programm und haben mit dem Deutschen Apotheker Verband und dem Zentralverein homöopathischer Ärzte die Partner gefunden, die wir für eine bundesweite qualitativ hochwertige Versorgung brauchen."
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