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Aus der Welt der Wissenschaft

Parkinson kann jeden treffen

13.10.2010
Morbus Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Alleine in Deutschland sind eine viertel Million Menschen bereits erkrankt. Jährlich kommen ca. 13.000 Betroffene hinzu. Obwohl Parkinson nach heutigem Wissensstand nicht heilbar ist, können die Symptome meist über lange Zeit wirksam bekämpft werden. Der ehemalige Schwergewichts-Champion Muhammad Ali leidet seit mehr als 20 Jahren an Parkinson und hat sich dennoch nie ganz aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Ähnliches gilt für den vielfach ausgezeichneten Hollywood-Schauspieler Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“ u.a.). Seit seinem 30. Lebensjahr kämpft er gegen das Parkinson-Syndrom an. Dabei sucht er die Öffentlichkeit, um für seine Stiftung zur Erforschung von Parkinson Gelder zu sammeln. Ähnlich macht es der deutsche Star-Tenor Peter Hofmann: Er engagiert sich für neue Parkinson-Therapien. Der große Maler Salvador Dali oder auch Prinz Claus der Niederlande zogen sich teilweise aus der Öffentlichkeit zurück, als die Symptome der Krankheit stärker wurden. Ähnliches liest man von Theodor Roosevelt und auch Leonid Breschnjev.

Moderne Therapien für Lebensqualität
Vor einem halben Jahrhundert konnten Parkinsonkranke noch nicht gut behandelt werden. Mittlerweile können jedoch die Krankheitssymptome durch den Ausgleich des Dopamin-Mangels gemildert werden. Verschiedene Medikamente und Anwendungsformen stehen für die Behandlung zur Verfügung – hierzu gehören oft L-Dopa und die sogenannte Dopamin-Agonisten. Diese können zum Beispiel über Tabletten, über eine Infusion unter die Haut oder über ein Pflaster in den Körper gelangen. Das Pflaster z.B. wird jeden Tag neu auf eine wechselnde Hautstelle aufgeklebt und gibt den Wirkstoff gleichmäßig über 24 Stunden ab. Da das Pflaster auf der Haut sichtbar ist, kann man kontrollieren, ob man es bereits aufgeklebt hat. Ein Vorteil auch für Angehörige oder ältere Patienten, die im fortgeschrittenen Alter an Vergesslichkeit leiden.

Erste Anzeichen ernst nehmen
Die Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist eine frühe Diagnose durch den Fachmann. Der Neurologe sollte auf jeden Fall hinzugezogen werden, wenn eine Bewegungseinschränkung (auch der Gesichtsmuskeln), Zittern der Arme und Hände (Tremor) oder eine Steifheit der Muskeln beobachtet werden. All das reicht noch nicht zur sicheren Diagnose von Parkinson, aber es können ernst zu nehmende Hinweise sein. Moderne Untersuchungsmethoden geben zusätzliche Gewissheit über das Krankheitsbild.

Weitere Detailinformationen rund um die Parkinson-Erkrankung finden Sie unter www.parkinson-aktuell.de.



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