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Bluthochdruck – Diagnose nicht dem Zufall überlassen07.12.2005
Wird Bluthochdruck nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, drohen Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen. Besonders gefährlich: Die Diagnose Bluthochdruck kommt für die meisten Menschen überraschend. Kaum jemand bemerkt ihn, denn es gibt keine typischen Beschwerden. Wer seinen Blutdruck deshalb regelmäßig im Auge behält und selbst misst, schützt seine Gesundheit vor gefährlichen Spätfolgen. Was viele jedoch nicht wissen: Beim Messen in den eigenen vier Wänden gelten niedrigere Grenzwerte als beim Arzt.Von einem behandlungsbedürftigen Bluthochdruck spricht man nach heutigen Erkenntnissen ab Werten von140/90 mmHg. Misst der Patient den Blutdruck selbst, gilt laut WHO als oberer Grenzwert 135/85 mmHg. Der Grund: Selbstmessungen in entspannter häuslicher Atmosphäre spiegeln die Blutdrucksituation meist besser wider als die Messung beim Arzt oder in der Apotheke. Ein einmalig erhöhter Blutdruck ist dabei wenig aussagekräftig, da der Blutdruck ununterbrochen schwankt und durch Aufregung, Konzentration, Arbeit oder Sport ständig beeinflusst wird. Bluthochdruck gilt erst dann als bestätigt, wenn an mindestens drei aufeinander folgenden Tagen bei jeweils drei Messungen immer wieder erhöhte Werte vorliegen. Die Risikofaktoren für eine Hypertonie, wie Mediziner den krankhaften Blutdruck nennen, sind zahlreich: Familiäre Vorbelastung, Übergewicht, Rauchen, Stress, übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig Bewegung können die Erkrankung auslösen. Je mehr dieser Faktoren zusammenwirken, desto wichtiger ist es, den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Denn viele Infarkte und Schlaganfälle lassen sich vermeiden, wenn der Bluthochdruck rechtzeitig erkannt wird. Empfehlenswert ist die regelmäßige Messung auch für Patienten, die wegen eines zu hohen Blutdruckes in Behandlung sind. Mit der Kontrolle der eigenen Werte können sie die Wirkung der vom Arzt verordneten Medikamente verfolgen. Der Kauf eines eigenen Messgerätes ist daher eine sinnvolle Investition in die eigene Gesundheit. Auch als Geschenk zu Weihnachten werden Geräte zum Blutdruck messen immer beliebter. „Obwohl die Bedienung denkbar einfach ist, sollte sich jeder die Handhabung des Gerätes ausführlich vom Arzt oder Apotheker erklären lassen“, rät Erhard Hackler, Geschäftsführender Vorstand der DSL. Rechtzeitig diagnostiziert, können erhöhte Blutdruckwerte mit Medikamenten, einer Ernährungsumstellung und einer Veränderung des Lebensstils gesenkt und Folgeschäden vermieden werden. „Es gibt aber noch viel zu viele Menschen, die ihre Blutdruckwerte nicht kennen“, betont Erhard Hackler. Ärzte nehmen an, dass 15 Millionen Bundesbürger von der heimtückischen Krankheit betroffen sind und nur ein Zehntel von ihnen behandelt wird. Der Rest weiß meist nichts vom hohen Blutdruck. Für die Gesundheit kann das fatale Folgen haben: Herzinfarkt, Nierenversagen oder Schlaganfall – zu hoher Blutdruck ist ein tödliches Risiko. Die wichtigsten Informationen zu Entstehung, Risiken und Vorbeugung von Bluthochdruck hat die DSL in der Broschüre „Bluthochdruck erkennen und vorbeugen“ zusammengestellt. Sie gibt Tipps für die richtige Messtechnik und erklärt, worauf man beim Kauf eines Messgerätes achten sollte. Die Broschüre ist kostenfrei und kann schriftlich bei der DSL e.V. German Seniors, Gotenstraße 164 in 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter www.deutsche-seniorenliga.de/bluthochdruck abgerufen werden.
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