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Mehr Vitamin D senkt das Krebsrisiko04.06.2006
Frühling und Sommer sind eine gute Gelegenheit, täglich das Sonnenschein-Vitamin D zu "tanken".Es wird über die Nahrung, aus fettreichen Fischen, Milch, Eigelb und Margarine, meist nur in geringer Menge aufgenommen. Mit Hilfe von UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht wird es aber in der Haut gebildet. Etwa 10 bis 15 Minuten Aufenthalt in der Mittagszeit reichen in der Regel aus, um genügend Vitamin D zu bilden. Ausgedehnte und möglicherweise schädliche Sonneneinwirkungen sind nicht nötig. In den nördlichen Ländern sind jedoch viele Menschen vor allem in den sonnenarmen Monaten des Jahres zu gering mit Vitamin D versorgt. Das kann sich langfristig auf die Knochengesundheit auswirken und zu Osteoporose führen, wodurch das Risiko für Stürze und Knochenbrüche steigt. Wie neuere Studien immer klarer zeigen, hat Vitamin D aber auch antikanzeröse Wirkungen. Erst vor kurzem wurde entdeckt, dass Vitamin D die Bildung bestimmter Enzyme fördert, die Krebszellen bekämpfen können. Eine Reihe von Beobachtungsstudien ergaben, dass bei fehlendem Vitamin D das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt. Eine niedrige Versorgung mit Vitamin D ist oft mit erhöhten Krebsvorkommen verbunden, das gilt bei Männern speziell für den Darmkrebs. Eine gerade veröffentlichte kanadische Studie zeigt, dass Frauen mit einer hohen Aufnahme an Vitamin D im Alter von 10 bis 29 Jahren ihr Risiko für Brustkrebs immerhin um 40 Prozent verringern können. In einer Studie der "University of California" in San Diego war die Risikosenkung noch höher. Eine gute Versorgung mit Vitamin D konnte bei Frauen das Brustkrebsrisiko sogar um 50 Prozent verringern. Allerdings ist dafür eine tägliche Aufnahme von 25 Mikrogramm (mcg) Vitamin D nötig. In Deutschland werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. bisher nur 5 mcg Vitamin D täglich empfohlen. Da bei der täglichen Zufuhr von 25 mcg Vitamin D keine schädlichen Wirkungen bekannt sind, fordern immer mehr Fachleute, die Empfehlungen für den Tagesbedarf zu erhöhen. Solche Werte können in nördlichen Regionen über die Ernährung und Sonneneinwirkung auf die Haut nicht regelmäßig erreicht werden. Professor Roger Bouillon von der "Leuven Universität" in Belgien schätzt, dass immerhin rund die Hälfte der Europäer zumindest ein leichtes Defizit an Vitamin D haben. Jugendliche sind dabei besonders anfällig, bis zu 85 Prozent fehlt genügend Vitamin D in den Wintermonaten. Der Forscher ist davon überzeugt, dass nur die regelmäßige Einnahme von Vitamin D-Ergänzungen die Zufuhr verbessern kann. novamex
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