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Vitamine und Mineralstoffe

Folsäure senkt Schlaganfallrisiko

27.08.2007
Das lebenswichtige Vitamin Folsäure kann das Risiko für einen Schlag-anfall um fast 20 Prozent senken. Dies ergab eine neue Auswertung von acht Studien mit insgesamt 16.000 Teilnehmern, die sich mit dem Thema Folsäure und Schlaganfall beschäftigten. Den größten vorbeugenden Nutzen erzielten Risikopatienten, wenn sie das Vitamin mindestens drei Jahre lang in ausreichenden Mengen aufnahmen.

Die amerikanischen Forscher fanden heraus, dass nicht nur die Einnahme-dauer entscheidend ist für die positiven Effekte von Folsäure. Studienteilneh-mern, bei denen durch die Folsäurezufuhr der Blutspiegel des gefäßschädigenden Stoffes Homocystein um mehr als 20 Prozent gesunken war, profitier-ten am meisten von dem Vitamin. Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass Homocystein ein wichtiger Risikofaktor für das Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Dieses Stoffwechselzwischenprodukt entsteht beim Abbau eines Eiweißbestandteiles aus der Nahrung und reichert sich im Blut an, wenn es nicht durch Folsäure unschädlich gemacht wird. Zuviel Homocystein im Blut kann dazu führen, dass sich die Arterien verengen und die Blutgefäßwände verhärten. Dadurch wird der Blutfluss durch die Gefäße behindert, und die Versorgung von lebenswichtigen Organen wie Herz oder Gehirn kann zum Erliegen kommen.

Die neue Studienauswertung zeigt auch, dass Folsäure nur dann vor einem Schlaganfall schützt, wenn der Homocysteinspiegel um mehr als 20 Prozent gesenkt wird. Kann diese Reduzierung durch eine folsäurereiche Ernährung mit viel grünem Blattgemüse, Vollkornprodukten, Leber, Hülsenfrüchten und Soja nicht erreicht werden, empfiehlt sich eine Ergänzung mit hochdosierter Folsäure in Form von Tabletten oder Injektionen. Dies gilt insbesondere für Menschen, bei denen bereits erste Anzeichen für Herz-Kreislauf-Probleme aufgetreten sind und der Homocysteinspiegel bei 15 Mikromol pro Liter und höher liegt. Als normal gelten Homocysteinwerte bis 10 Mikromol pro Liter Blut. Bestimmt werden kann die Höhe des Homocysteinspiegels beim Arzt, in dessen Hände auch die Behandlung mit hochdosierter Folsäure gehört.

Forscher der Universität Jena hatten Anfang letzten Jahres die Wirkung der hochdosierten Vitaminkombination Medyn forte auf den Homocysteinspiegel untersucht und dabei festgestellt, dass diese Kombination den Homocysteinwert wirksam senkt und die Schädigung der Blutgefäßwände verringert. Dieses Präparat ist in Deutschland als einziges Kombinationsarzneimittel für die zuverlässige Senkung erhöhter Homocysteinwerte zugelassen. Es enthält nicht nur Folsäure, sondern auch die Vitamine B6 und B12, welche ebenfalls an der Umwandlung von Homocystein in ein unschädliches Stoffwechselabbauprodukt beteiligt sind.

In Deutschland erleiden rund 200.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Bei 80 Prozent dieser Fälle ist eine akute Durchblutungsstörung im Gehirn die Ursache. Menschen, die plötzlich Lähmungserscheinungen auf einer Körper seite, Taubheitsgefühle, Seh- oder Sprachstörungen, Hörverluste, Benommenheit und Gleichgewichtsstörungen bemerken, sollten umgehend einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, um diese lebensbedrohende Situation sofort abzuwenden. Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind Übergewicht, Rauchen, Alkohol, Diabetes, Bluthochdruck und Stress.

Eine Infobroschüre zum Thema Homocystein kann gegen Einsendung eines mit der eigenen Anschrift versehenen und mit 1,45 Euro frankier-ten DIN A5-Rückumschlags beim Deutschen Grünen Kreuz angefordert werden.
Die Adresse:
Deutsches Grünes Kreuz e.V.
Stichwort: Homocystein
Schuhmarkt 4
35037 Marburg



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