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Zum Kochen braucht man Kräuter06.04.2006
Auch wenn uns der Frühling in diesem Jahr lange hat warten lassen - nun ist er da und mit ihm die ersten frischen Kräuter, die in der Natur zu finden sind und unsere Gerichte nicht nur schmackhafter machen, sondern auch ansehnlicher mit ihrem satten Grün.
Das Angebot an Kräutern weckt bei so manchem Profi und auch bei den Hobbyköchen wieder die Experimentierfreude. Vor Jahren war das noch anders, da kannten nur wenige Bärlauch, Rauke und Basilikum höchstens aus dem Mittelmeerurlaub.
Vor 10 Jahren spielten Kräuter, außer Petersilie und Schnittlauch, noch kaum eine Rolle, das hat sich aber seitdem geändert. Der Trend in den deutschen Küchen steht auf Grün. Wie kam es dazu? Diese Frage kann man wohl nicht erschöpfend beantworten. Trends oder Modeerscheinungen in der Küche gehen oft von bekannten Köchen aus, die ihre Kreationen gerne im Fernsehen vorstellen oder in ihren eigenen Restaurants. Natürlich bleibt so was nicht verborgen und so nach und nach übernehmen andere die Idee auch. Dazu kommen die unzähligen Kochzeitschriften und Kochbücher, die ständig neu auf den Markt drängen und heutzutage die beliebten TV - Kochshows im Fernsehen, die natürlich die neuesten Entwicklungen aufgreifen müssen, um interessant zu bleiben. Das beste Beispiel, wie sozusagen aus dem Nichts ein bis dahin vergessenes Kraut seinen Siegeszug durch die moderne Küche antrat, ist der Bärlauch und vor ihm war es das Basilikum. Inzwischen findet man vom Brot bis zu den Nudeln über Käse und anderes alle möglichen Produkte, die vor ihrem eigentlichen Namen das Wort "Bärlauch" stehen haben und inzwischen gibt es ihn auch auf fast allen Frischemärkten zu kaufen. Kräuter früher Heute besinnt man sich im Zuge der modernen, leichten Ernährung wieder auf den mittelalterlichen Kräutergarten und auf die gesunde Kraft der Kräuter. Immer öfter werden Kräuter wieder als Heilmittel entdeckt und vor allem auch genutzt. Ein Tee aus Salbei bei Halsschmerzen oder Wechseljahrsbeschwerden, Huflattichtee bei Husten oder Asthma oder Brennnesseltee zur Entwässerung. Dass die Beigabe von Kräutern und Gewürzen an Speisen diese nicht nur schmackhafter, sondern auch oft wesentlich bekömmlicher machen, wussten schon die alten Römer - wir haben dieses Wissen wiederentdeckt und sollten es nutzen. Es muss nicht immer das Salz sein, das einer Speise den Geschmack gibt wie wir es heute gewöhnt sind. Allerdings sollte man bei den Kräutern auch nicht übertreiben - würzen will gelernt sein. ab
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