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Saisonale Tipps

Wildpflanzen in der Küche: Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger

18.04.2005
Der Bärlauch ist in den vergangenen Jahren in der Frühjahrsküche immer beliebter geworden. Seine nach Knoblauch schmeckenden Blätter lassen sich zu allerlei leckeren Speisen verarbeiten. Sie schmecken frisch auf dem Butterbrot, als Pesto zu Nudeln, in Salaten und Suppen.

Der Bärlauch wächst in Wäldern an schattigen, feuchten Standorten. Oft bedeckt er große Teile des Waldbodens, so dass schnell genügend Blätter für eine Mahlzeit gesammelt werden können. Am besten schmecken die noch jungen Blätter. “Doch Vorsicht!” warnt Artur Bossert, der Vorsitzende der NABU-Gruppe Karlsruhe. “Immer wieder wird der Bärlauch mit dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt.” Diese beiden Pflanzen sind giftig und dürfen auf keinen Fall gegessen werden. Im Wald können sie an den gleichen Standorten wie der Bärlauch wachsen. Sie unterscheiden sich von ihm jedoch im Geruch: Während die Blätter des Bärlauchs intensiv nach Knoblauch riechen wenn man sie zwischen den Fingern zerreibt, sind die Blätter von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen geruchlos. Nur wer die Bärlauchpflanzen sicher erkennen kann, sollte sie sammeln. Bestimmungsbücher mit Abbildungen der Pflanzen können beim Erkennen helfen. Und selbstverständlich sollten die Blätter vor der weiteren Verarbeitung gründlich gewaschen werden. Kommt es trotz aller Vorsicht nach dem Verzehr von Bärlauch zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Durchfall sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Neben dem Schutz der eigenen Gesundheit sollte beim Sammeln des Bärlauchs und anderer Wildpflanzen auf den Schutz der Natur geachtet werden. “Sammeln Sie nicht in Naturschutzgebieten und nehmen Sie nur soviel mit, wie Sie auch essen möchten. Lassen Sie außerdem an jedem Standort Pflanzen stehen”, bittet Bossert. “Dann ist dafür gesorgt, dass Sie auch in den kommenden Jahren das leckere Frühjahrsgemüse genießen können.”

Weitere Tipps und Verhaltensregeln gibt der Ratgeber “Trotz Zecke, Wespe, Fuchsbandwurm”, der gegen fünf Briefmarken zu 0,55 Euro bestellt werden, kann beim
NABU Baden-Württemberg,
Tübinger Str. 15,
70178 Stuttgart,
Tel. 0711-96672-12,Fax -33,
E-Mail: service@nabu-bw.de



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