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Saisonale Tipps

Kohlrabi – das frühlingszarte Gemüse

09.05.2007
Einst aus einer Mischung von Kohl und Rübe hervorgegangen, ist der Kohlrabi etwas ganz Besonderes. Nicht die Frucht, Blüte, Blattwerk oder Wurzel sind hier so schmackhaft. Es ist der Stengel, der das knollenförmige Gemüse hervorbringt. Was viele nicht wissen: „Nicht nur die vielseitige Knolle ist für eine ausgewogene Ernährung wertvoll, sondern auch das frische Blattwerk“, meinen die Ernährungsexperten vom Deutschen Grünen Kreuz e. V., Marburg.

Kohlrabi schmeckt leicht süßlich und auch etwas nussig. Er ist sowohl roh als auch gekocht lecker. Besonders bedeutsam für die Ernährung ist sein hoher Gehalt an Vitamin C und den Mineralstoffen Kalium, Kalzium und Magnesium. „Dabei besteht Kohlrabi hauptsächlich aus Wasser und hat deshalb nur wenig Kalorien“, so die Ernährungsexperten weiter. Kohlrabi ist auch wegen seiner feinwürzigen Senföle für die Gesundheit von Bedeutung. Diese Senföle zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, deren Bedeutung erst in den letzten Jahren klar wurde. Sie schützen beispielsweise vor Entzündungen und stärken die körpereigene Abwehr.

„Die Blätter enthalten im Verhältnis zu den Kalorien noch mehr Nährstoffe, haben daher eine höhere Nährstoffdichte“, wissen die Marburger Experten. Sie sind reich an Carotinoiden, der Vorstufe des Vitamin A. Wenn Sie ganz frisch sind, können sie mitgegessen werden. Die Blätter können auch im ganzen – wie Spinat – zubereitet werden. Außerdem ergibt das Blattwerk eine hübsche Dekoration, wenn es klein geschnitten wird.

Die phantasiereichsten Rezepte mit Kohlrabi stammen wohl aus der deutschen Küche. Denn hierzulande wird im Vergleich zu den anderen Europäern eindeutig am meisten Kohlrabi verzehrt. Kohlrabis eignen sich hervorragend für Suppen, Füllungen, Eintöpfe, Aufläufe oder als Beilage. Auch roh schmecken sie in Salaten frisch und pikant. Vor dem Schälen sollte die Knolle erst gut gewaschen werden. Danach wird der Kohlrabi nur dünn abgeschält. Bei jungen Knollen reicht es auch, den Wurzelansatz abzuschneiden. Die Haut kann dann leicht abgezogen werden.

„Um die Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe zu erhalten und besonders die Mineralstoffe nicht auszulaugen, bietet sich für Kohlrabi die Zubereitung in einem Dampfgargerät an“, sind die Ernährungsexperten überzeugt. Hier bleibt auch der natürliche Geschmack des Kohlrabis am besten erhalten.



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