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Saisonale Tipps

Endlich ist es soweit: Die Erdbeersaison ist da

02.06.2006
In diesem Jahr mussten Liebhaber von Erdbeeren besonders lange warten. Doch nun sind die deutschen Früchte reif. Durch die kalte Witterung im März und April waren die hiesigen Kulturen kaum gewachsen, informiert die Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Bonn. Im vergangenen Jahr wurden Erdbeeren auf einer Rekordfläche von 13.000 Hektar angebaut, im Jahr 2000 waren es noch 9.600 Hektar. Deutsche Landwirte produzierten über 146.000 Tonnen, die jedoch nicht alle in den Handel gelangt sind. Die Preise waren bis zum Ende der Saison so stark gefallen, dass die Ernte sich für die Erzeuger nicht mehr lohnte. Nur knapp 94.000 Tonnen der roten Beeren wurden 2005 aus dem Ausland wie etwa Spanien eingeführt. Der aid rät, auf deutsche Erdbeeren zurückzugreifen. Heimische Ware ist deutlich geringer mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet und kann auf Grund der kurzen Transportwege reifer geerntet werden. Reife Früchte enthalten mehr Nährstoffe und schmecken besser. Nur im Freiland entwickelt sich das volle Aroma. Was steckt drin in der Erdbeere? Die Erdbeere genießt einen guten Ruf als Vitaminspender, Schlankmacher, vitalisierender Muntermacher und Wellness-Frucht. Nicht zu Unrecht, denn die rote Beere hat viel zu bieten.
Erdbeeren enthalten pro Gewichtseinheit mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Mit 150 bis 200 Gramm - nicht einmal eine kleine Schale voll - ist der Tagesbedarf bereits gedeckt. Untersuchungen haben übrigens gezeigt, dass vollreife Erdbeeren bis zu 20 Prozent mehr Vitamin C enthalten als nicht ganz reif geerntete.
Auch der Gehalt an Folsäure liegt mit 65 Mikrogramm pro 100 Gramm relativ hoch. Bei den Vitaminen sind weiterhin Biotin (ein B-Vitamin) und Vitamin K erwähnenswert, bei den Mineralstoffen treten vor allem Zink, Kupfer und Mangan hervor. Wer Erdbeeren nascht, kann dies mit bestem Gewissen tun, denn auch eine große Portion enthält nur sehr wenig Fett. Mit etwa 35 Kilokalorien pro 100 Gramm sind sie energiearm und obendrein leicht verdaulich. Und als Dessert ist eine Schüssel Erdbeeren genau so köstlich wie eine Mousse au chocolat oder ein üppiger Eisbecher - nur viel figurfreundlicher.

Erdbeeren enthalten auch sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole, zu denen Flavonoide und Phenolsäuren gehören. Polyphenole können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen, Krankheitskeime abtöten und wirken entzündungshemmend. Des Weiteren sollen sie die natürlichen Killerzellen anregen und so Krebs vorbeugen.

Generell wird den Erdbeeren ein hoher Gesundheitswert zugeschrieben: Sie wirken harntreibend, blutreinigend, tonisierend (kräftigend) und in großen Mengen abführend. Auch sollen sie helfen, den Blutdruck zu senken.

Manche Menschen (vor allem Säuglinge und Kleinkinder) reagieren auf den Genuss von Erdbeeren mit Hautausschlägen. Fälschlicherweise wird diese Reaktion oft als "Erdbeer-Allergie" bezeichnet, in Wirklichkeit handelt es sich meist um eine pseudoallergische Reaktion, da keine Antikörper nachweisbar sind. Vermutlich führen bestimmte Inhaltsstoffe zu einer vermehrten Histaminfreisetzung im Körper und täuschen damit allergische Reaktionen vor. Empfindliche Personen sollten die Früchte daher meiden!



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