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Saisonale Tipps

Auberginen jetzt besonders gut

19.07.2007
Die vermutlich aus Indien stammende Aubergine ist eine so alt bekannte Frucht, dass heute niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, wie ihr Name entstanden ist. Mit den arabischen Völkern eroberte das in der Botanik als Beere geltende Gemüse im Mittelalter den Mittelmeerraum. Erst in den letzten zwanzig Jahren wurde sie auch auf deutschen Tellern heimisch. „Zunächst konnte niemand so recht mit ihnen umgehen“, erinnern sich die Ernährungsexperten vom Deutschen Grünen Kreuz e. V., Marburg.

Die Aubergine gehört wie die Kartoffel, Tomate und Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Sie enthält deshalb im unreifen Zustand Solanin, das Bauchschmerzen verursachen kann. Außerdem weist die Aubergine einige Bitterstoffe auf, die von den meisten Menschen abgelehnt werden. „Durch Salzen der geschnittenen Frucht lassen sich diese Stoffe leicht entfernen“, wissen die Marburger Ernährungsfachleute. Das Salz wird etwa nach einer halben Stunde wieder abgewaschen und die Frucht auf Küchenpapier abgetropft. „Dadurch nimmt die Frucht dann beim Braten auch nicht so viel Öl auf“, ergänzen die Experten.

Auberginen haben sehr wenige Kalorien. Bei den Vitaminen halten sie sich im Mittelfeld. Folsäure ist in etwas höherer Menge enthalten. Die Früchte sind aber natriumarm und kaliumreich, eine positive Eigenschaft, von der Patienten mit erhöhtem Blutdruck profitieren. Das große Plus der Auberginen ist aber eindeutig der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe wurde erst in den 1990-er Jahren entdeckt. Sie haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Auberginen enthalten besonders viele Flavonoide, die das Immunsystem positiv beeinflussen und das Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen senken sollen. In früheren Zeiten wurde der Aubergine auch eine Heilkraft bei Rheuma oder Nierenleiden zugeschrieben.

Gewöhnlich wird die Aubergine in viel Öl angebraten serviert. Wer auf den Energiegehalt achten muss, hat damit Probleme. „Dabei schmeckt die Aubergine auch gekocht ganz lecker“, meinen die Ernährungsexperten vom DGK. Zusammen mit anderen Gemüsen und lecker gewürzt ist die Frucht optisch eine Bereicherung. Doch Vorsicht: Die für die Gesundheit so positiven Flavonoide sind zwar hitzestabil, werden aber in zu viel Kochwasser leicht ausgelaugt. Ein guter Rat ist es daher, das Koch- wasser mit zu verwenden oder für die Zubereitung ein Dampfgargerät zu benutzen. Beim Dampfgaren bleiben Vitamine, Mineral- und sekundäre Pflanzenstoffe in deutlich größerer Menge erhalten.



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