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Nahrungsbestandteile- und Ergänzungen

Nahrungsergänzung für eine optimale Vorsorge

29.09.2005
„Die bestehende Empfehlung der Folsäure-Zufuhr bei Kinderwunsch reicht für eine gesunde Entwicklung des Kindes offensichtlich nicht aus“, so Professor Dr. Klaus Pietrzik, Bonn, auf dem Pressegespräch „Folsäure – Das unterschätzte Mangel-Vitamin. Ist die Empfehlung zur Schwangerschaftsvorsorge überholt?“.

Bereits seit 1995 wird allen Frauen im gebärfähigen Alter empfohlen, täglich 400 Mikrogramm Folsäure zu sich zu nehmen. Doch die Mehrzahl der Schwangeren ist mit Folsäure unterversorgt. Lediglich der Hälfte der Frauen im gebärfähigen Alter ist die Bedeutung des B-Vitamins für die Gesundheit des Kindes überhaupt bekannt. Nun belegen neue wissenschaftliche Untersuchungen, dass die aktuelle Zufuhr-Empfehlung in vielen Fällen nicht ausreicht, um eine optimale Vorsorge zu gewährleisten. Auf der Veranstaltung in Hamburg diskutierten die Experten über die dringend notwendige Aktualisierung der Empfehlung und den großen Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund hat Merck Selbstmedikation (Darmstadt) ein neues Produkt zur Nahrungsergänzung für Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere entwickelt, das soeben vorgestellt wurde. Femibion® 800 Folsäure Plus ist seit dem 15. September 2005 in deutschen Apotheken erhältlich. Es enthält Folsäure in einer hohen Dosierung von 800 Mikrogramm pro Kapsel, zehn weitere Vitamine, darunter alle anderen Vitamine der B-Gruppe, die Vitamine C und E sowie Jod.
Die Überarbeitung der Folsäure-Empfehlung ist überfällig

Folsäure spielt eine Schlüsselrolle bei der Teilung und Vermehrung von Zellen und sorgt somit für ein gesundes Wachstum und Reifung des neuen Lebens. Insbesondere bei der Ausbildung des Rückenmarkskanals (Neuralrohr) – dies geschieht bereits zwischen dem 22. und 28. Schwangerschaftstag – ist das B-Vitamin maßgeblich beteiligt. Da viele Frauen zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht wissen, dass sie schwanger sind, ist ein ausreichend hoher Folatspiegel bereits bei Kinderwunsch entscheidend. Derzeit raten wissenschaftliche Fachgesellschaften Frauen ab vier Wochen vor der Empfängnis zusätzlich 400 Mikrogramm Folsäure zur Nahrung zur ergänzen. „Jetzt gibt es neue Studiendaten, die diese Empfehlung infrage stellen“, sagte Pietrzik. In einer aktuell durchgeführten Untersuchung am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Bonn zeigte Pietrzik, dass erst nach einer mindestens 12 Wochen vor der Empfängnis beginnenden Nahrungsergänzung mit 400 Mikrogramm Folsäure die notwendige Folatkonzentration erreicht wird. Bei einer Gabe von 800 Mikrogramm Folsäure genügt dagegen eine vierwöchige Vorlaufphase.

Dies unterstreicht auch eine groß angelegte Erhebung, an der 5.502 Schwangere teilnahmen. In der Gruppe der Frauen, die ab vier Wochen vor der Schwangerschaft ein Vitaminprodukt mit 800 Mikrogramm Folsäure und weiteren B-Vitaminen eingenommen hatten, wurden deutlich mehr Kinder mit gesunder Organentwicklung geboren. Die Schlussfolgerungen des Experten: „Eine optimale Prävention ist mit 800 Mikrogramm Folsäure in Kombination mit weiteren Nährstoffen möglich. Da allgemeine Aufklärungsmaßnahmen nicht greifen und eine Zwangsanreicherung von Grundnahrungsmitteln für Deutschland nicht infrage kommt, ist die Aufforderung durch den Arzt zur frühzeitigen Folsäuresubstitution eine viel versprechende Alternative.“

Praxis zeigt: Folsäure-Mangel bei Schwangeren weit verbreitet

Aus seinen praktischen Erfahrungen berichtete der niedergelassene Gynäkologe Dr. Andreas Jantke, Berlin. Er schätzt, dass nur knapp 30 Prozent seiner Patientinnen mit Kinderwunsch frühzeitig Folsäure einnehmen. „Oft fällt der Anteil der Frauen mit einer optimalen Folsäure-Versorgung im gebärfähigen Alter noch geringer aus, denn die Bedeutung des wichtigen B-Vitamins für eine gesunde Entwicklung des Kindes ist den Frauen nicht bekannt.“ Das belegt auch eine aktuelle Untersuchung der Universität Greifswald. Hier nahmen nur elf Prozent der Frauen aus städtischen Gebieten und neun Prozent der Frauen aus ländlichen Regionen schon frühzeitig vor der Empfängnis Folsäure ein. Jantke: „Die Beratung über einen Folsäuremangel durch den Gynäkologen, den Hausarzt und den Apotheker ist von entscheidender Bedeutung – Folsäure statt Pille!“ Femibion® bietet hinsichtlich der Folsäure-Supplementierung ein, so Jantke, „vom Kinderwunsch bis zum Ende der Stillzeit gutes Versorgungskonzept“: Femibion® 800 Folsäure Plus vom Zeitpunkt des Kinderwunsches bis zur 12. Schwangerschaftswoche, Femibion® 400 Folsäure Plus ab der 13. Schwangerschaftswoche und Femibion® Folsäure Plus + DHA ab der 25. Schwangerschaftswoche bis zum Ende der Stillzeit.



Pressegespräch „Folsäure – Das unterschätzte Mangel-Vitamin. Ist die Empfehlung zur Schwangerschaftsvorsorge überholt?“, 9. September 2005, Hamburg.


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