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Gewürze und Kräuter

Salbei: Gewürz, Teekraut und Heilpflanze

05.10.2004
Erste Wahl bei Halsschmerzen

Salbei wird nicht nur als Gewürz, sondern auch als Teekraut und Heilpflanze bereits seit hunderten von Jahren gerühmt: "Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?" lautet ein medizinischer Merkvers aus dem 13. Jahrhundert.

Der Name Salbei ist vom lateinischen "salvare" abgeleitet, was soviel bedeutet wie heilen. Dies beruht vor allem auf dem Salbeiöl, das insbesondere in den Blättern enthalten ist. Das ätherische Öl verhindert das Wachstum von Bakterien, Viren und Schimmelpilzen. Im Salbei enthaltene Gerbstoffe wirken entzündungshemmend.

Bekannt ist Salbei vor allem als Gurgelmittel bei Halsschmerzen in Form von Tee oder verdünnter Tinktur und als Halsschmerzbonbon. Salbei hilft aber auch nach dem Genuss fetter Speisen bei der Verdauung und gegen Blähungen sowie gegen übermäßiges Schwitzen in Stresssituationen oder in den Wechseljahren. Er wirkt appetitanregend und blutreinigend. Sein leicht bitterer Geschmack lässt sich durch Honig etwas abmildern.

Auch äußerlich kann man Salbei anwenden: bei Druckstellen durch Zahnprothesen, Zahnfleischgeschwüren und -schwund. Salbei findet also eine vielseitige Anwendung: Ob als heilende Tinktur, aromatisches Gewürz, als wohlschmeckender Tee oder linderndes Halsbonbon. Und auch fürs Auge hat der Salbei einiges zu bieten, insbesondere der lavendelblau bis tiefviolettblau blühende Sommersalbei macht sich hervorragend im Beet oder auf dem Balkon.



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