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Beugt Pflanzenextrakt Arterienverkalkung vor?![]()
26.07.2007
Der Extrakt aus den Gingko biloba-Blättern wird traditionell in der
chinesischen Medizin bei zahlreichen Erkrankungen wie Asthma,
Hautproblemen, Magenleiden und Unruhezuständen als Heiltee oder
Wundpflaster verwendet.Wegen seiner durchblutungfördernden Wirkung sowie der antioxidativen und nervenschützenden Eigenschaften wird Ginkgo heute oft zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und allgemeinen Stärkung des Gehirns eingenommen. Inwiefern auch Herzpatienten davon profotieren, wurde jetzt von deutschen und schwedischen Wissenschaftlern untersucht. Die Patienten waren einer Bypass-Operation unterzogen worden, um die verkalkten Herzkranzgefäße zu umgehen. In der Nachbehandlung nahmen sie blutdrucksenkende Arzneimittel und Acetylsalicylsäure zur Gerinnungshemmung ein. Üblicherweise erhalten frische Operierte chemische Fettsenker, um das Rückfallrisiko zu verringern. In dieser Studie jedoch bekamen die Patienten zwei Monate lang einen speziellen Ginkgo biloba-Extrakt. Das Ergebnis: Die Neubildung von Ablagerungen (Plaque) war durch die Behandlung verringert. Außerdem waren die neuen Plaques deutlich kleiner. Die Wirkungsweise des Gingko-Extraktes beruht dabei nicht etwa auf einer Senkung der Blutfettwerte. Vielmehr reduzieren die im Extrakt enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Flavonoide und Terpenoide) die Oxidation der Blutfette. Das ist wichtig, weil oxidiertes LDL-Cholesterin für die Plaquebildung maßgeblich verantwortlich sein soll. Gleichzeitig sinkt auch der Spiegel an Lipoprotein A, das normalerweise ebenfalls die Arterienverkalkung fördert. Ginkgo biloba-Extrakt führt weiterhin dazu, dass Substanzen gebildet werden, die die Herzkranzgefäße erweitern. Auf diese Mehrfachwirkung setzen nun die deutschen Forscher große Hoffnung und erwarten weitere positive Ergebnisse aus größeren Studien. Nach Ansicht des Forscherteams unter der Leitung von Professor Guenter Siegel, von der Berliner Charité, ist Ginkgo-Extrakt vor allen Dingen für jene Patienten geeignet, die keine lipidsenkenden Medikamente vertragen. Außerdem gebe es immer wieder Patienten, die trotz einer Lipidsenkung ein hohes Risiko fortschreitender Arterienverkalkung tragen. Für diese Gruppe wäre Ginkgo biloba ebenfalls eine praktikable Lösung. Ob der Pflanzenextrakt auch als vorbeugende Maßnahme dienen kann, ist noch unklar. Die Forschung mit Ginkgo biloba bleibt auf jeden Fall spannend. dgk
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