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Sonne und Haut - bei richtiger Dosierung ein perfektes Team02.08.2007
In den Sommermonaten ist die Haut besonderen Belastungen und Risiken ausgesetzt. Trotz eines neuen Bewusstseins für gefährliche Sonneneinstrahlung passiert es immer wieder: wir kämpfen mit Sonnenallergien, Pigmentflecken und Sonnenbrand. Für Dr. med. Vinzenz Mansmann, Chefarzt der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee, gibt es allerdings keinen Grund, das wohltuende Sonnelicht zu meiden, wenn man einige Verhaltensregeln beachtet: Wie kann ich Sonnenbrand und -allergien vorbeugen? Welche naturheilkundlichen Ansätze bieten Hilfe? Menschen mit heller Haut sind sehr anfällig für Sonnenbrand, dunklere Typen weniger. Für die ersten drei Sonnentage empfiehlt der Arzt daher allen Bleichgesichtern eine Creme mit dem hohen Lichtschutzfaktor 25, danach reicht in der Regel 12-15. Natürlich kann man sich auch einfach im Schatten vor intensiver Sonne schützen. Allerdings sollte man bedenken: Im Schatten - und ebenso bei bedecktem Himmel - bekommt man noch 50 Prozent der UV-Strahlung ab. Deshalb heißt es auch hier: nicht ganz auf Sonnenschutz verzichten! Hat man sich einmal dennoch verbrannt, hilft eine After-Sun-Pflegecreme recht gut. Wenn diese nicht ausreicht, sollte man sich in der Apotheke ein medizinisches Allergie-Gel kaufen und zwei Tage lang anwenden. Neben dem Sonnenbrand ist die Sonnenallergie ein häufiges Leiden in den Sommermonaten. Sie äußert sich zum Beispiel in einem unschönen Hautausschlag, manche leiden schon nach einem kurzen Aufenthalt in der Sonne unter juckenden Quaddeln. "Seltsamerweise sind es meist Patienten mit versteckten Lebererkrankungen, die im Allgemeinen unter der Sonnenallergie leiden", erklärt Dr. Mansmann. "Dies können Folgen von Virusinfekten (z. B. Hepatitis, EBV), der häufigen Einnahme chemischer Medikamente (z. B. Antibiotika) oder wenn auch selten Spätschäden durch Impfungen sein. In der Naturheilkunde wird den betroffenen Patienten ein homöopathisches Präparat unter die Haut gespritzt: Ameisensäure. Das Medikament hilft der Haut, eigene Widerstandskräfte zu entwickeln. Meistens benötigt man fünf Rationen hintereinander, z. B. zweimal wöchentlich, manchmal wirkt aber schon eine einzige Spritze. Sobald man dann etwas angebräunt ist, ist die Sonnenallergie für den ganzen Sommer verschwunden. Häufiger Auslöser von Pigmentstörungen: die Leber? Die Ursache für die Bildung von unschönen braunen Pigmentflecken sieht Mansmann in einer Störung des Leberstoffwechsels. In der Leber gibt es den so genannten Melanin-Stoffwechsel. Dort werden Stoffe gebildet, die die braunen Zellen "ernähren". Je nach Störung werden die Zellen schlecht versorgt, dann entstehen weiße Flecken (Vitiligo), oder sie werden gut ernährt, dann entstehen die so genannten Leberflecken. Auch Altersflecken kommen von der Leber, wenn mit zunehmendem Alter die Funktion der Leber nachlässt. Hat der Trend zur Allergie durch die vielen Kosmetikprodukte zugenommen? Nach Meinung von Dr. Mansmann sind an der wachsenden Zahl der allergischen Hautreaktionen neben der oft unnötigen Einnahme von Antibiotika im Verlauf des Lebens vor allem die viel zu häufigen Impfungen im Kindesalter schuld. Heute gibt es oft Schulklassen, die keinen Mai-Ausflug mehr machen können, weil mehr als die Hälfte der Schüler unter Heuschnupfen leiden. Wie erkennt man eigentlich Hautkrebs? Wie kann man vorbeugen? Dies ist nicht immer einfach. Es gibt eine Faustregel: Hautkrebs hat meist drei verschiedene Farben: Braune, schwarze und weiße Stellen. Die Flecken haben typischerweise einen erhabenen Randwall. Besonders charakteristisch sind schwarze Ausläufer, die meist spitz über den Rand hinaus ins gesunde Gewebe wandern. Hellhäutige Typen sind stärker hautkrebsgefährdet und vertragen oft nur ein Viertel so viel Sonne wie dunkle Typen. Eine Krebserkrankung hängt aber auch immer von dem Abwehrsystem des Menschen ab. Denn normalerweise erkennt unser Immunsystem die entarteten Zellen und entsorgt sie sofort. Da unsere Abwehr aber nach neuesten Forschungen zu 50 Prozent seelisch gesteuert ist, können noch ganz andere Faktoren die Abwehr schwächen. "Ich empfehle immer, aufmerksam seinen Körper zu beobachten. Denn jeder merkt an sich selbst am besten, ob sich die Haut verändert, ob im Sommer viele Flecken dazu kommen oder nicht. Und wenn man sich gestresst fühlt, dann sollte man zum höheren Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme greifen. Wenn man dennoch unsicher ist, sollte man sich nicht scheuen, einen Arzt aufzusuchen!", so Mansmann.
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